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Dreddy on fire! Wahnsinns-Ballwechsel beim UTS

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28.06.2020|11:00 Uhr|von Henrike Maas
Dreddy on fire! Wahnsinns-Ballwechsel beim UTS

Beim Ultimate Tennis Showdown (UTS), dem Exhibition-Event von Serena Williams-Coach Patrick Mouratoglou, nennen sie ihn "The Artist". Dustin Brown, der Künstler. Ein Titel, den der 35-Jährige aufgrund seiner wirklich artistischen Spielweise auch verdient. Er hechtet, springt und schlittert über jeden Tenniscourt, gräbt die aberwitzigsten Bälle noch aus und weiß wirklich alle Ecken des Platzes auszunutzen. 

Von diesem künstlerischen Talent macht "Dreddolin", wie er sich selber manchmal bezeichnet, natürlich auch beim UTS häufig Gebrauch. So kam in Dustin Browns Match gegen den Franzosen Courentin Moutet wieder ein wahrer Augenschmaus zustande. Die beiden Spieler zirkelten sich in feinster Manier über das Feld und zauberten damit einen der Ballwechsel des Tages.

Einziges Manko für Brown, wie er u.a. mit einem Gebrochnes-Herz-Emoji selber auf Twitter andeutete, ging der Schlagabtausch für ihn diesmal verloren. Denn Moutet, der sich auf die wilde Fahrt einließ, hatte am Ende die bessere Antwort. Dennoch braucht es immer zwei für einen tollen Ballwechsel, sodass sich beide Spieler für diesen Wahnsinnspunkt auf die Schulter klopfen können.

UTS - Das Spiel mit den Möglichkeiten

Die nächste Chance zu zaubern kann Dustin Brown leider erst Mal nicht nutzen. Der 35-Jährigen, der heute um 18.30 Uhr (CEST) gegen David Goffin hätte antreten sollen, musste verletzungsbedingt zurückziehen. 

Auf spektakuläre Momente darf man aber dennoch hoffen. Dafür sorgt allein schon das Format. Denn der Ultimate Tennis Showdown ist ein besonderes Exhibition-Event. Ausgestattet mit einer ganzen Reihe an speziellen Regeln, soll das Turnier Tennis schneller und aufregender machen.

So ist z.B. das Match in vier Viertel unterteilt, die auf 10 Minuten beschränkt sind. Es gibt also anders als im normalen Tennis, eine klar definierte Spielzeit. Auch neu sind spezielle Karten, die ein Spieler einsetzen kann, um den Gegner unter Druck zu setzen oder mehr Punkte zu holen. So gibt es z.B. eine Karte, die den Gegner dazu zwingt, den nächsten Punkt innerhalb von drei oder weniger Schlägen zu gewinnen.

Ziel dieser Innovationen ist es, dem Tennis mehr Event-Charakter zu geben. Damit sollen, laut Initiator Patrick Mouratoglou, besonders jüngere Zuschauer angesprochen werden. Denn seiner Meinung nach, gibt es gerade unter den jungen Menschen, immer weniger, die sich für Tennis begeistern. Ein Grund für diesen Zustand sieht der Franzose in der Tatsache, dass der Sport zu sehr an seinen Traditionen hänge und zu wenig bereit sei, sich einem nötigen Wandel zu unterziehen. Eine Aussage, die in der Tennis-Community teils deutliche Kritik und Widerspruch hervorgerufen hat.

(Bild © imago images / PanoramiC / Lionel Urman) 

Anmerkung: Die verletzungsbedingte Absage von Dustin Brown war uns zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung (28.06.2020, 11 Uhr) noch nicht bekannt gewesen, sodass in einer ursprünglichen Version des Texts von der Teilnahme Browns berichtet wurde. Diese Tatsache haben wir nun auf den neuen Sachstand hin aktualisiert. 

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Henrike Maas
am 28.06.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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