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"Sascha" - Warum?

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29.06.2020|11:30 Uhr|von Adrian Rehling
"Sascha" - Warum?

Bei der Adria Tour gab es noch das große Schutzschild Novak Djokovic. Auf ihn prasselte die heftige Kritik nur so ein, die restlichen Teilnehmer konnten sich mit einer kurzzeiligen Entschuldigung recht geräuschlos aus der Affäre ziehen. Auch Alexander Zverev. Jetzt aber ist Deutschlands Nummer eins selbst der Mittelpunkt einer hitzigen Debatte.

Der Inhalt: Videosequenzen einer (weiteren) feuchtfröhlichen PartyVideosequenzen einer (weiteren) feuchtfröhlichen Party. Nur Tage nach der oberkörperfreien Inszenierung bei der Adria Tour, in deren Resultat es vier Corona-Fälle bei den Tennisprofis gab - und etliche weitere positive Tests bei Teammitgliedern und Zuschauern.

Alexander Zverev gehörte, diesbezüglich muss er noch in Schutz genommen werden, nicht zu diesen Fällen. Er wurde negativ auf das Virus getestet, sein weiteres Gefolge ebenfalls. Dennoch wählte "Sascha" via Instagram folgende Worte: ""Ich möchte mich zutiefst bei jedem entschuldigen, den ich eventuell mit meiner Teilnahme an der Adria Tour in Gefahr gebracht habe. Ich werde Richtlinien der Selbst-Isolation und Empfehlungen meiner Ärzte folgen."

Dieser Fehltritt könnte Konsequenzen haben

Gerade deshalb scheinen die Aufnahme der Party in Saint-Jean-Cap-Ferrat, einer Landzunge 15 Kilometer von Zverevs Wahlheimat Monte Carlo entfernt, äußerst makaber. Inmitten einer großen Menschenmange feiert der 23-Jährige ausgelassen, von möglichen Abstandsmaßnahmen o.ä. ist da überhaupt keine Spur.

Auch nicht von einer Quarantäne. Diese scheint alleine zeitlich gesehen ziemlich erfunden, dauert eine solche Quarantäne beim "Normalbürger" immerhin 14 Tage. Der Kontakt mit den Infizierten bei der Adria Tour lag zum Zeitpunkt der Feier aber noch nicht einmal eine Woche zurück.

Nun also feiert Zverev so, als wäre nichts gewesen. In einem Land, dass 200.000 Corona-Infizierte und beinah 30.000 Tote vermeldet hat. So die offiziellen Zahlen, die keineswegs beruhigend sind oder davon zeugen, dass es Corona plötzlich nicht mehr gäbe.

Der DTB-Profi ist nun erneut in der Bringschuld. Denn für den jüngsten Party-Auftritt gibt es kein Schutzschild a la Novak Djokovic. Und auch kein Management, das einen eventuell nicht genügend geschützt habe. Mit seinen nun 23 Jahren sollte Alexander Zverev nämlich mündig genug sein, um zu wissen, dass ein solcher Fehltritt Konsequenzen haben könnte.

(Bild (c) imago images / Xinhua)

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Adrian Rehling
am 29.06.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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