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Thiems 7: Struff bewahrt sich die Chancen aufs Weiterkommen

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08.07.2020|17:40 Uhr|von Christian Schwell
Thiems 7: Struff bewahrt sich die Chancen aufs Weiterkommen

Im Duell der Verlierer des Montags hat sich Jan-Lennard Struff bei Dominic Thiems Einladungs-Turnier in Kitzbühel gegen Casper Ruud durchgesetzt. Die Nummer 34 der Welt besiegte seinen Ranglisten-Nachbarn Ruud (ATP 36) mit 6:4, 6:4.

Struff biegt den Satz eins noch nach einem mäßigen Start

Gerade in der Anfangsphase der Partie häuften sich doch unsauber getroffen Vorhände beim Deutschen, der den einen oder anderen wilden Schwinger fabrizierte. Über gute Aufschläge und eine hohe Quote beim ersten Service bewahrte sich Struff aber zumindest vor einem frühen Break-Rückstand. Auch Ruud schien weiterhin deutlich entfernt von dem Rhythmus zu sein, der ihm Anfang des Jahres zu diversen guten Ergebnissen geführt hat, der Norweger hatte aber aufgrund der Fehlerquote Struffs zunächst trotzdem weniger Schwierigkeiten, sein Service zu halten.    

Wie so oft rächten sich aber die diversen so frühzeitigen wie ungenutzten Breakchancen für den scheinbar überlegenen Spieler. Bei 4:4 schwächelte der erfolgreichste Schüler der Nadal-Academy bei eigenem Aufschlag und kassierte das einzige und damit entscheidende Break des Durchgangs. Der Satz ging nach einer guten halben Stunde mit 6:4 an Struff, der damit das absolut Beste aus einer bis dahin für seine Verhältnisse eher sehr durchschnittlichen Vorstellung herausgeholt hatte.

Der Sauerländer schaukelt das Match nach Hause

In Satz zwei stabilisierte der Sauerländer dann seine Leistung zunächst weiter und schaffte es besser, den Gegner mit aggressiven Returns in Schwierigkeiten zu bringen. Ein Break zum 2:1 schien ihn schon auf die Siegerstraße zu bringen, Ruud konterte aber umgehend mit dem Rebreak. Insgesamt hatte Struff jedoch das Heft mittlerweile in der Hand und agierte entschlossener, was sich dann auch in einem weiteren Aufschlag-Durchbruch zu Ungunsten von Ruud materialisierte.

Diesen Rückstand konnte der Norweger gegen einen mit dem eigenen Aufschlag im Rücken nun sicherer aufspielenden Struff  nicht mehr egalisieren. Nach einer Stunde und 19 Minuten war Struffs Sieg in zwei Sätzen perfekt, der ihm in der Gruppe mit Rublev, Ruud und Thiem die Chance aufs Weiterkommen ins Halbfinale offen hält. In seinem letzten Gruppenspiel wird er sich aber nach menschlichem Ermessen noch steigern müssen, um reelle Erfolgsaussichten zu haben, denn mit Lokalmatador Thiem wartet zum Abschluss der Gruppenphase eine ganz andere Sandplatz-Herausforderung.        

(Bild: (c) imago images / Hasenkopf)

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Christian Schwell
am 08.07.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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