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Thiems unfassbare “Corona-Siegesserie”

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10.07.2020|09:50 Uhr|von Christian Schwell
Thiems unfassbare “Corona-Siegesserie”

Auch Jan-Lennard Struff konnte nach seinem "Gruppen-Endspiel" beim Einladungsturnier von Kitzbühel am Ende dem Gegner nur freundlich gratulieren. Der Sauerländer zeigte sich gegenüber seinen beiden ersten Partien in Österreich formverbessert, gegen den Namensgeber des Turniers reichte es trotzdem über zwei Sätze lang nur zum Mithalten. Sich einen Vorteil gegenüber Dominic Thiem herauszuspielen wurde dagegen für die Nummer 34 der Weltrangliste ein Ding der Unmöglichkeit. Mit dieser Erkenntnis steht Struff nicht alleine da.

Thiem als Viel-Spieler auch in Corona-Zeiten

Thiem überzeugte wieder mit kraftvollem Powertennis aus allen Ecken des Platzes, besonders aber der Aufschlag beeindruckte. Gerade beim Service scheint die Muskelmasse, die der Österreicher deutlich sichtbar zugelegt hat, Früchte zu tragen. Thiem ließ seinen Gegner kaum einen Punkt, wenn er den Ball selber ins Spiel brachte. Am Ende konnte sich Struff nur sieben Mal nach einem Service von Thiem erfolgreich behaupten.    

Guckt man auf die Ergebnisse Thiems aus den letzten Wochen, ist das Match gegen Struff mehr als nur eine reine Momentaufnahme. Der Mann aus der Wiener Neustadt wird für seine Reiseaktivitäten in und seine Interview-Aussagen um die Corona-Krise herum heftig kritisiert, einen Mangel an Erfolg auf dem Platz kann man ihm aber nun wirklich nicht vorwerfen. Thiem, auch schon in normalen Zeiten ein echter Viel-Spieler vor dem Herrn, spult nicht nur ein hohes Pensum an Matches ab, er gewinnt auch (fast) immer. 

20 Siege in 22 Matches

Bei der Pro Series in der österreichischen Heimat, der serbischen Stationen der mittlerweile berühmt-berüchtigten Adria Tour, dem Spektakel von Patrick Mouratoglou in Frankreich und seinem eigenen Turnier in Kitzbühel jetzt konnte Thiem in unterschiedlichen Spielformaten und auf Sand wie Hartplatz bisher nicht weniger als 20 Siege einfahren. Lediglich zu Beginn seines Wiedereinstiegs in Wettkämpfe musste er sich einmal knapp seinem Landsmann Sebastian Ofner beugen und gegen Richard Gasquet musste sich Thiem geschlagen geben. Es blieben die bisher die einzigen Ausnahmen von der Regel, dass Thiem im Moment der Aktive mit der besten Form ist.

Priorität Sand- oder Hartplatz?

Das tolle Leistungslevel sowohl auf Sand wie auch auf Hartplatz könnte die Nummer drei der Welt sogar vor ein Luxusproblem stellen, wenn die ATP Tour dann ab August wieder startet. Der 26-Jährige hat selbst schon angedeutet, dass bei kurz hintereinander stattfindenden Grand Slams auf Hardcourt (US Open) und Sand (Roland-Garros) eigentlich eine Prioritätensetzung nötig ist, da eine ganz erfolgreiches Abschneiden bei beiden Events aufgrund des Kräfteverschleiß wohl kaum zu realisieren sein wird.

Thiem wird sich wahrscheinlich entscheiden müssen, auf welchen Belag er dann ab August setzt, um seine Form vielleicht tatsächlich in den ganz großen Grand-Slam-Coup umzumünzen.    


(Bild: (c) imago images / Eibner Europa)

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Christian Schwell
am 10.07.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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