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Rublev ringt den großen Favoriten nieder

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11.07.2020|20:30 Uhr|von Henrike Maas
Rublev ringt den großen Favoriten nieder

Andrey Rublev gewinnt das Einladungsturnier "Thiems 7". In einem intensiven Match samt Regenunterbrechung besiegt der Russe Gastgeber Dominic Thiem mit 6:2, 5:7, 10:8. Damit revanchiert er sich für die Niederlage, die Thiem ihm in der Gruppenphase noch hatte zufügen können.

Rublev erwischt perfekten Start

Der erste Satz gehörte ganz klar dem späteren Sieger. Rublev spielte vom ersten Punkt an aggressiv, bewegte sich exzellent und machte so gut wie keine Fehler. Von einer möglichen Ermüdung des 22-Jährigen, der sein am Freitag wetterbedingt abgebrochenes Halbfinale heute kurz vorm Finale hatte fertig spielen müssen, war nichts zu spüren. Gnadenlos schickte Rublev Dominic Thiem über den Platz und setzte die Nummer 3 der Welt bei fast jedem Ballwechsel konstant unter Druck.

So in die Defensive gedrängt, versuchte Thiem mit dem ein oder anderen Griff in die Trickkiste den Rhythmus des Russen zu durchbrechen, konnte damit aber keinen Umschwung herbeiführen. Verdient holte sich Andrey Rublev den ersten Durchgang dank Doppelbreak mit 6:2. "Ich kann ihn nicht unter Druck setzen", war daher auch das Fazit von "Domi" beim Coachinggespräch mit Nicolàs Massú in der Satzpause. Einfach nichts zu holen bei einem so gut aufspielenden Gegner.

Regenunterbrechung bringt Thiem zurück ins Match

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst wenig. Zwar bekam Dominic Thiem nun mehr Zugriff auf die Aufschlagspiele von Andrey Rublev, konnte daraus aber kaum Kapital schlagen. Erneut kassierte der Österreicher, nachdem er seinerseits drei Breakchancen sträflich hatte liegen lassen, ein frühes Break. Diesmal holte sich der 26-Jährige das verlorene Spiel jedoch gleich wieder zurück, nur um kurz darauf erneut mit Spielverlust in Rückstand zu geraten. Eine fast verhexte Situation, in der Thiem trotz großer Bemühungen einfach keinen Schritt vorwärts kam. Was hingegen kam, war der Regen. Beim Stand von 6:2, 4:3, 15:15 aus Sicht von Rublev musste die Partie unterbrochen werden.

Drei Stunden sollten keine Bälle mehr fliegen, ehe um kurz vor 20 Uhr das Match fortgesetzt werden konnte. Weiter ging es dann auch gleich mit dem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Thiem mit allem, was die Trickkiste zu bieten hatte, versuchte, die Partie endlich in seine Richtung zu drehen. Diesmal mit Erfolg. Zuerst holte er den Breakrückstand wieder auf und blieb dann dran, um beim ersten kleinen Nachlassen von Rublev den Satzausgleich mit 7:5 klarzumachen.

Leider nur ein kurzes Hoch für den Gastgeber, der sich anschließend im entscheidenden Matchtiebreak dann doch knapp Andrey Rublev geschlagen geben musste. "Ich habe ihn einfach nicht aus seiner Komfortzone bekommen", beschrieb Dominic Thiem das Finale nach dem Matchball bei ServusTV. Insgesamt sei er aber sehr zufrieden, wie das Event die Woche gelaufen ist und auch was seine persönliche spielerische Weiterentwicklung betrifft.

(Bild © imago images / Eibner Europa) 

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Henrike Maas
am 11.07.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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