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"Sweet Caroline": Wozniackis größte Sternstunden

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11.07.2020|19:45 Uhr|von Dennis Ebbecke
"Sweet Caroline": Wozniackis größte Sternstunden

Es waren hochemotionale Bilder, die zu Beginn dieses Jahres von Melbourne aus in alle Welt geschickt wurden. Am 24. Januar spielte Caroline Wozniacki mit damals 29 Jahren ihr letztes professionelles Tennismatch. Nach ihrer Dreisatzniederlage gegen Ons Jabeur beendete die Dänin ihre erfolgreiche Karriere - an dem Ort, an dem sie zwei Jahre zuvor mit dem Gewinn der Australian Open ihren größten Triumph feierte. Ein halbes Jahr später, am 11. Juli feiert Wozniacki nun ihren 30. Geburtstag.

Wir nehmen ihren runden Ehrentag zum Anlass und blicken auf die Laufbahn der Skandinavierin zurück, die auf der WTA-Tour eine Lücke hinterlassen hat. Wie beliebt die einmalige Grand-Slam-Siegerin bei den Tennisfans ist, zeigte sich an dem besagten Januartag in der vollbesetzten Melbourne Arena. Mit Tränen in den Augen ließ sie sich zu den Klängen von "Sweet Caroline" vom australischen Publikum hochleben und drehte eine Ehrenrunde.

Mit 15 Jahren bestritt Wozniacki bereits Profi-Matches

"Eine lange Reise ist zu Ende gegangen und jetzt freue ich mich auf das, was dann kommt", erklärte Wozniacki nach ihrem Drittrundenmatch. Bereits mit 15 Jahren begann die erste Weltranglistenerste aus Dänemark (insgesamt 71 Wochen an der Spitze) mit professionellem Tennis - 15 Jahre später machte sie Schluss.

Um sämtliche Gerüchte sofort im Keim zu ersticken, hatte Wozniacki mit der Verkündung ihres Rücktritts via Instagram erklärt, dass ihr Karriereende keine gesundheitlichen Gründe habe. Die Vermutung lag nahe, schließlich machte die Dänin 2018 öffentlich, dass sie unter "Rheumatoide Arthritis" leide - eine chronische entzündliche Krankheit der Gelenke, die die Mobilität einschränkt. "Ich habe alles erreicht, was ich mir auf dem Court nur erträumen konnte", begründete Wozniacki ihren Abschied.

Besser spät als nie: Der Grand-Slam-Titel der Dänin

Letztendlich war es eben dieser Australian-Open-Gewinn, der ihre Karriere rund machte. Lange Zeit musste sie sich nämlich die Kritik gefallen lassen, trotz ihrer zwischenzeitlichen Nummer-1-Platzierung nie ein Grand-Slam-Turnier gewonnen zu haben. Acht Jahre nachdem Wozniacki erstmals die Spitze erklommen hatte, konnte sie diesen Makel im Finale mit einem 7:6, 3:6, 6:4 gegen Simona Halep aus der Welt schaffen.

Insgesamt brachte es Wozniacki auf 30 Turniersiege, darunter ihr Triumph bei den WTA Finals 2017. Während für sie in Wimbledon das Achtelfinale und bei den French Open das Viertelfinale das höchste der Gefühl war, stand sie bei den US Open zweimal kurz vor dem großen Coup. 2009 verhinderte die Belgierin Kim Clijsters (5:7, 3:6) die dänische Tennisparty, 2014 zog sie gegen Serena Williams (3:6, 3:6) den Kürzeren. Dennoch: Wozniacki ist und bleibt eine Grand-Slam-Siegerin, das kann ihr niemand nehmen - ebensowenig wie den Titel "Dänemarks Sportlerin des Jahres", den ihr zweimal zugesprochen wurde (2010 und 2018).

(Bild © imago images / ZUMA Press)

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Dennis Ebbecke
am 11.07.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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