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So genial verneigt sich Stan vor den "Big 3"

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20.07.2020|14:00 Uhr|von Henrike Maas
So genial verneigt sich Stan vor den "Big 3"

Stan Wawrinka ist ein fantastischer Tennisspieler. Der 35-Jährige ist dreifacher Grand Slam-Sieger, hat bei Olympia Gold gewonnen und gehört seit Jahren zu den Top-Spielern der ATP Tour. Dennoch ist der Schweizer bei Fans und in den Medien immer ein wenig unter dem Radar geflogen. Der Grund dafür sind die "Big 3" um Wawrinkas Landsmann Roger Federer. Der Rekord-Grand Slam-Champion hat gemeinsam mit Rafael Nadal und Novak Djokovic in den letzten 15 Jahren die Tenniswelt auf eine Weise dominiert und geprägt, die wenig Platz für andere lässt. Spieler, die in einer anderen Zeit wahrscheinlich selber die Bestimmer auf der Tour gewesen wären, müssen sich nun immer wieder mit der Rolle der Statisten abfinden.

Ein Umstand, der bitter machen könnte. Nicht aber Stan Wawrinka. Ganz im Gegenteil, der 35-Jährige ist dankbar für alles, was er von "Roger", "Rafa" und "Nole" lernen konnte. In einem Interview mit der "Schweizer Illustrierten" (französische Ausgabe: L' illustre) sagte er dazu: "Ich habe so viel von ihm [Roger Federer, Anm. d. Red.] profitiert. Als ich auf die Tour kam, war Roger bereits die Nummer 1. Nicht viele Junge haben die Chance, mit einem solchen Champion trainieren zu können. Ein großes Verdienst an meinen drei Grand-Slam-Titeln geht darauf zurück, aber auch auf Nadal und Djokovic. Ich bin sicher der Spieler, der am meisten mit diesen drei Großen trainieren konnte. Und auf Rogers Rat konnte ich immer zählen vor den Spielen gegen die beiden anderen. Er war wie ein großer Bruder für mich."

Norman: "Stan wird unterschätzt"

Eine Einstellung, die einerseits sehr sportlich ist und andererseits ganz klar den Charakter von "Stan the man" offenlegt. Er ist ein Kämpfer. Einer, der sich mit Fleiß und harter Arbeit nach vorne gespielt hat. Einer, der wie sonst nur noch Andy Murray von sich behaupten kann, in der Ära der "Big 3" mehrfacher Grand Slam-Sieger geworden zu sein. Eine Tatsache, die laut Wawrinkas Trainer Magnus Norman, immer wieder - zu Unrecht - vergessen wird. So äußerte sich der Schwede in einem Interview mit dem ATP Tennis Radio: "Stan ist einer der besten Spieler, die jemals gespielt haben, wenn man sich seinen Rekord anschaut, wenn man sich anschaut, wie er drei Grand Slams gewonnen hat, wie er drei verschiedene Grand Slams in der Ära gewonnen hat, in der er die Big Four gespielt haben. Er wird sicher ein wenig unterschätzt...Er hat auch zahlreiche Halbfinals und ein weiteres Grand-Slam-Finale erreicht. Er hat eine unglaubliche Karriere hinter sich."

Stan Wawrinka selber macht sich um seine Beliebtheit und das Lob der Leute da weniger Sorgen als sein Coach. Im Interview mit der Schweizer Illustrierten antwortet er auf die Frage, ob es ihn störe, dass man ihn eher mit Fleiß und Willen verbindet und Federer mit Talent und Können: "Gar nicht, warum auch? Ich stimme dem vollständig zu und bin auch stolz auf meine Art des Spiels. Ich glaube übrigens, dass es gerade meine kampfbetonte Art ist, die mich beim Publikum beliebt macht. Roger, Rafa und Novak, das sind für die Leute Außerirdische. Bei mir aber denken sie eher, der hat Erfolg und ist doch ein Typ wie wir."

(Bild © Jürgen Hasenkopf) 

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Henrike Maas
am 20.07.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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Serbia Novak Djokovic ATP #1
Stan Wawrinka
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Rafael Nadal
Spain Rafael Nadal ATP #2
Roger Federer
Switzerland Roger Federer ATP #4