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Doppel-Held Krawietz: „Wir wollen bei den US Open um den Titel mitspielen“

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31.07.2020|14:50 Uhr|von Björn Walter
Doppel-Held Krawietz: „Wir wollen bei den US Open um den Titel mitspielen“

Kevin Krawietz geht gerne unkonventionelle Wege. Während der Corona-Pause füllte der French Open-Champion von 2019 die Regale eines Discounters aufdie Regale eines Discounters auf, nun misst sich das Doppel-Ass mit den besten deutschen Einzelspielern. myTennis hat den sympathischen Coburger bei der International Premier League in Halle/Westfalen getroffen.

Der Wechsel des Metiers hat einen einfachen Grund. „In letzter Zeit konnte man null Doppel spielen. Deshalb freue ich mich über solche Events wie hier“, so Krawietz. Alleine zuhause zu trainieren, sei auch irgendwann zäh. „Die Priorität ist jetzt nicht Einzel. Dennoch ist es sehr spannend, hier mit den guten Jungs zu spielen und zu sehen, wo man steht.“

Krawietz misst sich im Einzel mit „Struffi“

Nach vier Niederlagen aus vier Matches musste Krawietz einsehen, dass die Trauben doch ein wenig zu hoch hingen. In den Duellen mit Mischa Zverev und Tobias Kamke (Aufgabe wegen Rückenproblemen) war der Doppel-Experte allerdings erst im dritten Satz unterlegen. Gegen Deutschlands Nummer zwei, Jan-Lennard Struff, hagelte es dafür am Donnerstag eine deutliche 2:6, 0:6-Schlappe.

Krawietz sparte danach nicht mit Selbstkritik: „Ich habe schlecht angefangen. Die erste Aufschlagquote war nicht gut. Deshalb musste ich viel über den zweiten gehen und dann wird es ziemlich schnell. „Struffi“ hat unglaublich gespielt, gegen ihn bekommt man keinen Rhythmus.“

Die Woche auf Hartplatz verbuchte der 28-Jährige dennoch als großen Erfolg: „Die Location in Halle ist super, jeder Spieler fühlt sich hier wohl, weil alles an einem Platz ist. Es ist vielleicht nicht so ernst wie sonst. Für mich sind es aber dennoch Wettkampfbedingungen.“

Vorfreude mit Magengrummeln – „Kramies“ wollen die US Open gewinnen

Der Blick geht sowieso bereits über den großen Teich. Krawietz will unbedingt die US Open spielen, auch wenn die Gefühle vor der möglichen Reise in die USA gemischt sind. „Man freut sich extrem, dass es wieder losgeht. Es wird wahrscheinlich nicht wie das Jahr zuvor werden, wenn Cincinnati und New York stattfinden – ohne Zuschauer und so. Andererseits denkt man daran, wenn was passiert, wird das dann abgeblasen? Wie ist das mit dem Zurückkommen, gibt es dann zwei Wochen Quarantäne oder sowas? Du fliegst jetzt halt nicht entspannt hin und wieder zurück.“

In Europa zu bleiben, sei dennoch keine ernsthafte Option. Zu groß ist die Passion für den Sport. „Das ist unser Job, unser Leben. Es ist die Begeisterung, sich mit den besten der Welt zu messen. Andi (Mies; Anm. d. Red.) und ich wollen spielen“, betonte Krawietz.

Nur anzutreten, ist dem Erfolgsduo allerdings nicht genug. Wenn „Kramies“ in den USA aufschlagen, soll auch die Pokalvitrine Zuwachs erhalten: „Wir wollen in Cincinnati und bei den US Open um den Titel mitspielen.“

Kein Comeback am Discounter-Regal

Zehn Tage vor dem ersten Turnier wollen Krawietz und Mies dann auch wieder gemeinsam trainieren. Das sei genug Zeit, um die Feinheiten des Zusammenspiels einzuüben. Für tolle Aktionen neben dem Platz bleibt dann keine Zeit mehr. Die einmonatige Erfahrung als „Abschachtler“ beim Discounter ist Multitalent Krawietz dennoch in positiver Erinnerung geblieben: „Das war eine einmalige Sache. Respekt an jeden Mitarbeiter, der den Job da ausübt. Darauf schaue ich gerne zurück und konnte einige Sachen mitnehmen.“

Das Gespräch führte Björn Walter

(Bild © imago images / Beautiful Sports)

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Björn Walter
am 31.07.2020 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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