Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

"Angie" im Exklusiv-Interview: "Habe vieles genießen können"

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
02.08.2020|11:30 Uhr|von Maximilian Bohne
"Angie" im Exklusiv-Interview: "Habe vieles genießen können"

Seit Monaten hat sie kein Match absolvieren können, sich ständig für den Re-Start vorbereitet. Im Exklusiv-Interview mit myTennis-Experte Matthias Stach sprach Angelique Kerber über die tennisfreie Zeit, ihren Wimbledon-Triumph und ungewöhnliche Spielregeln in der Freizeit.


 
„Man muss sich immer wieder aufraffen“
 
Bei den Australian Open vor über sechs Monaten stand „Angie“ das letzte Mal zu einem Match auf dem Platz. Am Rande der Center-Court-Einweihung für die Bad Homburg Open hat die Deutsche jetzt mit myTennis über die schwierige Zeit gesprochen: „Das war am Anfang nicht so einfach. Wir wissen nicht genau, wann es wieder losgeht. Sich die ganze Zeit zu motivieren, das geht nicht“, so die ehemalige Weltranglistenerste. „Man muss sich immer wieder aufraffen und versuchen, den Spaß nicht zu verlieren. Und für mich ist wichtig, dass ich weiß, wenn es losgeht, bin ich ready.“
 
Doch die tennisfreie Zeit war nicht nur harte Arbeit, sondern auch ein Stück Befreiung. „Ich habe vieles genießen können“, sagt Kerber. „Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nicht jede Woche woanders auf Reisen. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Zeit zu Hause verbracht“, sagt sie schmunzelnd. Und was macht ein Tennis-Profi in seiner Freizeit dann so? „Wir haben alles aufgeräumt. Jedes Zimmer, alle Schränke“, erzählt die 32-Jährige, „Wir haben zusammen gekocht, viel Karten gespielt. Uno, der Klassiker. Und Rommé.“ Und dabei gibt es im Hause Kerber ganz besondere Spielregeln: „Ausgelegt werden darf ab 51 Punkten“, lacht Kerber, „komische Regel.“


 
Wimbledon 2018: „Viele magische Momente“
 
Am Montag nimmt die WTA Tour in Palermo ihren Spielbetrieb wieder auf. Auf Sand, dann folgen in einigen Wochen in New York die US Open auf Hartplatz. Kerbers geliebte Rasensaison ist in diesem Sommer komplett ins Wasser gefallen. Dafür erinnert sich Deutschlands beste Tennisspielerin gerne zurück an ihren Wimbledon-Triumph 2018. „Das waren viele magische Momente“, sagt sie. „Jede Runde war verschieden, ich habe immer besser gespielt. Das Finale war dann der Tag der Tage. Eine halbe Stunde vor dem Finale habe ich alleine in der Umkleide gesessen und bin nochmal in mich gegangen, habe versucht, das alles zu visualisieren.“ Das sie zwei Jahre vorher schon einmal im Endspiel gegen Serena Williams stand, hat ihr geholfen, erklärt Kerber.
 
Ab 2021 soll in Bad Homburg nun ein Vorbereitungsturnier für Wimbledon in Deutschland steigen. Kerber ist das Aushängeschild des Events und rührt schon fleißig die Werbetrommel. „Ich versuche, mit den Spielerinnen zu sprechen und ihnen Bad Homburg schön zu machen. Es wird eine gute Vorbereitung auf Wimbledon sein.“

(Bild © myTennis/ imago images / Paul Zimmer Montage)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Maximilian Bohne
am 02.08.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

» Zu den Beiträgen von Maximilian Bohne