Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Die anwesenden Stars loben die "Bubble"

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
20.08.2020|18:30 Uhr|von Henrike Maas
Die anwesenden Stars loben die "Bubble"

Das Jahr 2020 bedeutet bisher vor allem, sich kontinuierlich auf immer neue Situationen einzustellen. Das gilt für alle Menschen weltweit und somit natürlich auch für Tennisprofis. Offizielle Turniere, nachdem sie lange gar nicht möglich waren, finden nun langsam wieder statt und rollen auf ihr erstes Großereignis zu: die US Open. Doch auch das Major in New York wird dieses Jahr ganz anders sein als sonst. Ist es in Flushing Meadows sonst immer laut, bunt und voller Menschen, ist dieses Jahr die "Bubble" angesagt. Tennis unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Wahrung strengster Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, um Spieler und Betreuer sowie die Mitarbeiter vor Ort bestmöglich vor Corona zu schützen.

Das heißt konkret: abgeschirmte Hotels, keine Ausflüge in die Stadt, engmaschiges Test-Regime und schwere Sanktionen für all jene, die sich nicht an die Vorgaben halten. So bekommen die Profis z.B. ihre Akkreditierung, mit der sie auf die Anlage kommen, auch erst dann ausgehändigt, wenn ihr initialer Corona-Test negativ ausgefallen ist. Das bedeutet für alle Anreisenden, erst mal im Hotelzimmer isolieren, bis die Freigabe erteilt wurde. 48 Stunden nach dem ersten Test ist ein zweiter notwendig, dann wird alle vier Tage getestet. Wer positiv ist, muss in Quarantäne und wird aus dem Turnier genommen.

Gelöste Stimmung im BJK National Tennis Centre

Damit in der Bubble nicht irgendwann der Lagerkoller ausbricht, ist für Unterhaltung gesorgt. Es gibt Fitnessräume, es gibt eine Spielhalle, es gibt einen Golf-Simulator und einiges mehr. Zudem haben die gesetzten Spielerinnen und Spieler für sich und ihre Teams eine der nun leerstehenden VIP-Lounges im Arthur Ashe-Stadium zugewiesen bekommen. Eine ganz neue Atmosphäre am ungewohnt leeren Centercourt von New York, die diverse Profis zu kreativen Spielereien anregt.

So ließen sich Alexander Zverev und Novak Djokovic zu einer kleinen Einlage animieren, bei der Djokovic Bälle in Zverevs Loge feuerte und der Hamburger diese auffing. Beide wirken - wie viele andere Tennisstars vor Ort auch - glücklich, zurück auf der Tennis-Tour zu sein und zufrieden mit den Sicherheitsmaßnahmen. So äußerte sich auch Sloane Stephens, US Open-Siegerin von 2017, in den Sozialen Medien sehr positiv: "Danke an die US Open, dass sie uns für die nächsten Wochen in der Bubble schützen. Test, Social Distancing, Händedesinfektion, Masken und all die anderen guten Sachen sowie ein wenig Tennis. Bereit fürs Bubble-Leben."

Auch die Belgierin Kirsten Flipkens zeigt sich von den Maßnahmen der USTA beeindruckt: "Beeindruckt von der Organisation durch die USTA. Daumen hoch! Sie haben einen wirklich guten Job gemacht, um für die Spieler und Teams eine sichere Umgebung zu schaffen." 

Western & Southern Open als Testlauf

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Bubble hält, was sie verspricht. Getestet werden kann das mit den ab Montag beginnenden Western & Southern Open. Das Großevent findet sonst eigentlich in Cincinnati statt, wurde aber nun nach New York verlegt. Für die Herren ist es das erste ATP-Turnier nach der Pause überhaupt. Die Damen konnten sich bei den WTA-Events in Prag, Palermo und Lexington schon an die neuen Turnierbedingungen gewöhnen. Zuschauer sind weder bei den Western & Southern Open noch bei den US Open erlaubt.

Rund 350 Spieler seien bisher in der Blase, berichtete US Open-Turnierchefin Stacey Allaster auf einer Pressekonferenz am Dienstag und versicherte dort, dass vor Ort für alles gesorgt ist. Es wirkt also bisher alles unter Kontrolle. Das zeigt auch das Hygiene-Protokoll, dass aktuell zum ersten Mal greifen musste und die Spieler Hugo Dellien und Guide Pella von der Teilnahme an den Western & Southern Open ausschloss. Der Fitnesstrainer der Südamerikaner war bei der initialen Corona-Testung mit einem positiven Ergebnis zurückgekommen. Da beide Spieler mit ihm in langem und direkten Kontakt standen, müssen sie vor Ort nun für zwei Wochen in Quarantäne. Sollten sie nach dieser Zeit negativ getestet werden, können sie an den US Open teilnehmen.

(Bild © imago images / ZUMA Press; Text: dpa / Maas)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Henrike Maas
am 20.08.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

» Zu den Beiträgen von Henrike Maas