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Doppelfehler-Festival: Zverev-Aus gegen Kämpfer Murray

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25.08.2020|01:05 Uhr|von Dennis Ebbecke
Doppelfehler-Festival: Zverev-Aus gegen Kämpfer Murray

Vor über vier Jahren standen sich Alexander Zverev und Andy Murray das erste und bis dato einzige Mal gegenüber. Damals war der deutsche Youngster in der ersten Runde der Australian Open chancenlos und bekam von dem Schotten eine Lehrstunde (1:6, 2:6, 3:6) erteilt. Mit Blick auf das Ergebnis lief es diesmal beim Cincinnati-Masters zwar besser, mehr aber auch nicht. Zverev hat sein Restart-Match gegen Routinier Murray, seines Zeichens Nummer 134 der Weltrangliste, mit 3:6, 6:3, 5:7 verloren.

Das Match begann aus deutscher Sicht mit einem schlechten Omen: Zverev servierte in seinem allerersten Aufschlagspiel direkt einen Doppelfehler. Viele Fans dürften sich in diesem Moment an die Phase vor der Corona-Pause zurückerinnert haben, als der Hamburger häufig zu viele Doppelfehler produzierte.

Satz eins: Zverev ohne Rhythmus, Murray mit Spielwitz

Dem DTB-Spieler war zu Beginn deutlich der fehlende Rhythmus anzumerken. Der ehemalige Weltranglistenerste hingegen, der bereits zweimal Cincinnati und an Ort und Stelle 2012 auch die US Open gewinnen konnte, begeisterte mit einer gehörigen Portion Spielwitz. Fairerweise sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es Zverevs erster Profi-Auftritt nach der langen Pause war, während Murray bereits in der ersten Runde gegen Frances Tiafoe Matchpraxis sammeln durfte.

Nach knapp 50 Minuten konnte Murray den ersten Satz eintüten, auch weil Zverev im Verlauf zu viele vermeidbare Fehler hingelegt hatte. Zwar versuchte der 23-Jährige, den Routinier, dessen langwierigen Hüftprobleme natürlich auch "Sascha" bekannt sind, zu bewegen, doch zumeist fehlte es seinen Stops an der letzten Konsequenz.

"Sascha" behält den Kopf oben

Bezeichnend: Auch in Satz zwei startete Zverev mit - diesmal sogar zwei - Doppelfehlern. Allerdings gelang es ihm diesmal, die richtigen Lösungen zu finden und ein 15:40 in eine 1:0-Satzführung umzumünzen. Im Anschluss musste dann Murray seinem hohen Tempo aus dem ersten Satz Tribut zollen. Doch Zverev konnte das kleine Tief des Schotten zunächst nicht ausnutzen, ließ bei 3:2 aus seiner Sicht gleich drei Breakbälle liegen.

Wichtig: Der Weltranglistensiebte behielt den Kopf jetzt oben und erkannte, dass sich die Fehler bei seinem Gegenüber häuften. Zverev belohnte sich mit seinem ersten Break nach der Corona-Pause zum wichtigen 5:3.

Auf und Ab im dritten Satz

Zu Beginn des dritten Satzes sprach eigentlich mehr für den Deutschen, denn es schien eine Frage der Energie zu sein. Mit einem zu harmlosen zweiten Aufschlag ermöglichte Zverev seinem Gegner jedoch einen Return-Winner, der das Break zum 3:1 für Murray bedeutete.

Doch auch dem Schotten gelang es nicht, den Vorteil zu transportieren. Plötzlich produzierte er zu viele Fehler, was auch auf den Kräfteverschleiß zurückzuführen war.

Letztendlich bekamen die TV-Zuschauer im entscheidenden Durchgang ein Auf und Ab beider Spieler zu sehen - fünf Breaks alleine in diesem Satz sprachen eine eindeutige Sprache. Unfassbar: Als Zverev bei 5:4 nur noch ausservieren musste, unterliefen ihm drei Doppelfehler. Und auch bei 5:6 legte er weitere nach. Elf Doppelfehler an der Zahl waren letztendlich zu viel, um das Achtelfinale zu erreichen. Es gibt noch eine Menge zu tun ...

(Bild (c) imago images / Pixsell / Belga / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 25.08.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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