Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
ATP

Bärenstark! "Struffi" ringt Top-10-Star nieder

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
25.08.2020|19:20 Uhr|von Maximilian Bohne
Bärenstark! "Struffi" ringt Top-10-Star nieder

Die unglaubliche Serie von Jan-Lennard Struff in New York geht weiter. Am Dienstag bezwang der Deutsche den Weltranglistenzehnten David Goffin mit 6:4, 3:6, 6:4 und feierte damit seinen dritten „Bubble“-Sieg in Serie.


 
Struff untermauert Ruf als Favoritenschreck


Für Struff hätte der „Bubble“-Auftakt beim ATP-Masters in New York kaum besser laufen können. Den Weltranglisten-26. Alex de Minaur fegte er mit 6:2, 6:4 geradezu vom Platz, ehe er am Montag seinen Ruf als Favoritenschreck festigte und den an Nummer zwölf gesetzten Denis Shapovalov in drei Sätzen nach Hause, oder besser, zurück in seine „Bubble“-Räumlichkeiten schickte. 
 
Für Goffin galt es also von Beginn an, mit höchster Wachsamkeit gegen die Power-Schläge des Deutschen zu agieren. Das gelang zunächst nicht immer: Bei 2:2 erspielte sich Struff seine ersten beiden Breakbälle und verwandelte den zweiten zur 3:2-Führung. Goffin blieb aber dran und erzwang mit einem starken Return den Fehler des DTB-Profis – Breakball für den Ausgleich. Mit einem starken Service konnte „Struffi“ zwar abwehren, doch der Belgier ließ nicht locker, bewegte seinen Gegenüber hervorragend und schaffte schlussendlich doch noch das Rebreak zum 3:3. Einfacher werden wollte es bei 30° und der aufkommenden New Yorker Mittagssonne aber kaum.


 
„Struffi“ gelingt Break zum richtigen Augenblick
 
In jedem Returnspiel bearbeitete Struff den Weltranglistenzehnten mit seinen brachialen Grundschlägen und übte immer mehr Druck aus. Bei 4:4 schlug er mit einem krachenden Vorhand-Winner dann erneut zu und sicherte sich das entscheidende Break in Durchgang eins, das er bei eigenem Aufschlag problemlos über die Ziellinie transportierte.
 
Mit weiter hochklassigen Ballwechseln schenkten sich die beiden Akteure auch in Satz zwei keinen Millimeter. Dieses Mal gelang Goffin das erste Break zum 2:0, das Struff aber sofort mit dem Rebreak erwiderte. Die folgenden Aufschlagspiele gingen – nie leicht aber ohne weitere Breakbälle – an die Servierenden. Erst bei 3:4 leistete sich der Deutsche wieder eine kleine Schwächephase und schenkte seinem Kontrahenten mit einem Doppelfehler ein 0:40, das Goffin mit einem gefühlvollen Stop dankend annahm. Zu null brachte er sein folgendes Aufschlagspiel durch und erzwang damit den Entscheidungssatz.


 
Enges Kopf-an-Kopf-Rennen im Entscheidungssatz


Beinahe spiegelbildlich zum zweiten Satz setzte erneut Goffin mit dem Break zum 1:0 den ersten Stich. Wieder kam Struff sofort zurück und schmetterte sich mit einer mächtigen Vorhand zum Ausgleich. Mit einem Aufschlagspiel zu null belohnte er sich erstmals seit dem ersten Durchgang mit einer Führung. Im sechsten und siebten Spiel mussten sich beide Spieler jeweils einem echten Härtetest stellen und mehrere Breakmöglichkeiten abwehren, doch zunächst blieb weiter alles in der Reihe. Bei 5:4 zeigte "Struffi" sich dann noch einmal von seiner besten Seite und erarbeitete sich mit einigen Winnern wie aus dem Nichts drei Matchbälle. Gleich den ersten verwandelte er mit einem weiteren Return-Winner und bejubelte den dritten Sieg gegen einen besser platzierten Spieler in Folge. 
 
Im seinem ersten Masters-Viertelfinale überhaupt trifft „Struffi“ entweder auf Tennys Sandgren oder den Weltranglistenersten Novak Djokovic, die es am späten Dienstagabend (deutscher Zeit) miteinander zu tun bekommen. Unabhängig vom weiteren Verlauf des Turniers wird Struff ab kommenden Montag in den Top 30 auftauchen und damit seine bisherige Karriere-Bestmarke durchbrechen. 

(Bild © imago images / GEPA Pictures)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Maximilian Bohne
am 25.08.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

» Zu den Beiträgen von Maximilian Bohne