Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Djokovic schreibt Masters-Geschichte

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
29.08.2020|21:20 Uhr|von Henrike Maas
Djokovic schreibt Masters-Geschichte

Das Cincinnati-Masters, wenn auch diesmal in New York gespielt, erweist sich für Novak Djokovic erneut als ein Turnier für die Geschichtsbücher. Denn dank seines 1:6, 6:3, 6:4-Siegs über Milos Raonic organisiert sich der Serbe nicht nur seinen insgesamt 35. Masters-Titel, sondern schafft es auch als erster Spieler, alle neun Masters-Turniere mindestens zweimal gewonnen zu haben. Vor zwei Jahren, ebenfalls beim Event in Cincinnati, war Djokovic der "Career Golden Masters" (mindestens ein Titelgewinn bei allen neun Masters-Turnieren) das erste Mal geglückt. Ein Rekord, den bisher kein anderer Spieler erreichen konnte.

Satz 1: Aufschlagprobleme bei Djokovic

Dabei sah es zunächst nicht so aus, als würde der 33-Jährige mit dem Pokal in der Hand vom Platz gehen. Sowohl er als auch Milos Raonic suchten in den ersten beiden Aufschlagspielen noch nach ihrem Rhythmus. Doch während der Kanadier spielerisch zusehends an Fahrt aufnahm, hatte Djokovic weiterhin mit sich zu kämpfen. Besonders der Aufschlag wollte beim Weltranglistenersten so gar nicht laufen. Augenscheinlich noch durch seine Nackenprobleme aus dem Halbfinale beeinträchtigt, brachte Djokovic im ersten Satz nur 47 Prozent der ersten Aufschläge ins Feld und produzierte vier Doppelfehler. Zu wenig, um sich gegen den wirklich solide startenden Raonic zu wehren. Der Kanadier nutzte die sich ihm bietende Chance und machte mit zwei Breaks den ersten Durchgang 6:1 zu.

Djokovic dreht das Match

Doch wenn man von Novak Djokovic nicht nur in diesem Turnier etwas gelernt hatte, dann dass er mit dem Rücken zur Wand tendenziell am gefährlichsten ist. Eine Regel, die sich auch diesmal wieder als zutreffend erwies. Denn nachdem der Weltranglistenerste seinen eigenen Aufschlag und die Punkteausbeute wieder in geordnete Bahnen gebracht hatte, konnte er sich auch wieder darauf konzentrieren Milos Raonic unter Druck zu setzen. Der Kanadier tat Djokovic dann noch den Gefallen und verlor bei 2:3 mal kurz die Konzentration und schenkte "Nole" damit das Break und Ticket zum Satzausgleich. Von hier an war der Weltranglistenerste dann nicht mehr zu stoppen. Denn auch wenn er sicher nicht sein bestes Tennis zeigte, war er doch immer in der Lage, wenn nötig eine Schippe draufzulegen. Das galt sowohl, als er sich nach 0:2 im finalen Durchgang direkt das Rebreak holte, als auch beim Aufschlagspiel zum Matchsieg, wo er einen Breakball abwehrte und sich am Ende dann doch verdient zum Titelgewinn durchsetzte.

Wahnsinnsjahr setzt sich fort

Durch den Turniersieg setzt Novak Djokovic auch sein Wahnsinnsjahr 2020 weiter fort. Mit nun 23:0-Siegen ist der 33-Jährige noch ungeschlagen und hat alle vier Turniere (ATP Cup, Australian Open, Dubai und Cincinnati), bei denen er angetreten ist, auch gewinnen können. Doch auch für Milos Raonic war der Einzug ins Finale nicht umsonst. Zwar wartet der Kanadier auch nach dem vierten Anlauf noch auf seinen ersten Masters-Titel, kann sich aber dank der gewonnenen Punkte in der Weltrangliste wieder auf Platz 18 vorspielen. 

(Bild © imago images / Hasenkopf)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Henrike Maas
am 29.08.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

» Zu den Beiträgen von Henrike Maas