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Auftaktsieg! Zverev tankt Selbstvertrauen gegen Anderson

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31.08.2020|22:45 Uhr|von Christian Schwell
Auftaktsieg! Zverev tankt Selbstvertrauen gegen Anderson

Alexander Zverev hat ein schwierige Aufgabe erfolgreich gelöst und steht in der zweiten Runde der US Open 2020. Im fast leeren Arthur Ashe Stadium besiegte er den Südafrikaner Kevin Anderson. Am Ende setzte sich Zverev mit 7:6(2), 5:7, 6:3, 7:5 gegen den Finalisten von 2017, den er selbst als "schwerste erste Runde für gesetzte Spieler" eingestuft hatte, in vier Sätzen durch. 

Tiebreak-Entscheidung in Satz eins

Zverev startete denkbar schlecht mit zwei Doppelfehlern, fing sich in der Anfangsphase der Partie aber schnell und wirkte fokussiert. Die Körpersprache stimmte beim Deutschen, von einer Verunsicherung ob der Niederlage gegen Andy Murray in der Vorwoche war wenig zu spüren, auch wenn Zverev die Chance, den Satz bei Breakvorsprung für sich zu entscheiden, zunächst liegen ließ. Im Gegenteil: Als der Satz in den Tiebreak ging, konnte Zverev zulegen, während Anderson sich einige Schnitzer erlaubte und den Auftakt-Durchgang schließlich per Doppelfehler hergab. 

In Satz zwei schlich sich aber nach und nach ein Zuviel an Passivität in das Spiel der Nummer fünf der Setzliste. Anderson bekam dadurch mehr und mehr das Heft in die Hand. Auch als Zverev  nochmal bei Aufschlag des Gegners Chancen hatte, sich in einen zweiten Tiebreak zu retten, überließ er Anderson in den Ballwechseln zu sehr die Initiative und musste den Satzausgleich hinnehmen.

Anfang von Satz drei steht das Match auf der Kippe

Die Nummer 117 der Welt hatte nun ihre Linie gefunden und bekam Oberwasser. Nur mit etwas Glück konnte Zverev bei zwei Breakbällen einen frühen Rückstand im dritten Satz verhindern. Anschließend kam es wie so oft, wenn ein Spieler seine eigenen Chancen nicht nutzt: Anderson kam sofort im Anschluss selber in Schwierigkeiten, weil er Zverev nach einem 40:0 noch mit vielen zweiten Aufschlägen zurück ins Spiel einlud. Der nutzte die Möglichkeit und holte sich das Break mit einem sehenswerten Volleystop.

Zverev holt sich den wichtigen dritten Durchgang

Der 34-jährige Anderson fing sich anschließend wieder, sein elf Jahre jüngere Gegner transportierte das Break aber diesmal anders als in Durchgang eins erfolgreich durch den restlichen Satz und erspielte sich damit nach einer schwierigen Phase noch die wichtige 2:1-Satzführung.

Auch die Physis entscheidet

In Satz vier dominierten dann zunächst die Aufschläger, weder Zverev noch Anderson kam in die Nähe eines Breakballs. Mit fortdauernder Spielzeit schien es für Anderson aber auch körperlich an die Substanz zu gehen. Die Aufschlagquote sank, die Beinarbeit schwächelte zunehmend. Beim Stand von 5:5 konnte Zverev daraus entscheidend Kapital schlagen, breakte und servierte nach gut drei Stunden Spielzeit zum Matchgewinn aus.  

Nach dem Routinier Anderson wartet in Runde zwei nun das genaue Gegenteil auf die deutsche Nummer eins. Sein nächster gegner ist der mit einer Wildcard ausgestattete erst 19-jährige Amerikaner Brandon Nakashima. Die Nummer 223 der Welt konnte sich in drei Sätzen gegen den Italiener Paulo Lorenzi durchsetzten.

Gojowczyk scheitert an Hurkacz

Ausgeschieden ist im Gegensatz zuZverev als erster deutscher Teilnehmer Peter Gjowczyk. Der 31-Jährige hielt gegen den favorisierten Polen Hubert Hurkacz passabel mit, letztendlich hatte die Nummer 33 der Welt gegen den  Deutschen (ATP 127) aber zu den Satzenden hin immer die besseren Antworten parat. Am Schluss manifestierte sich das in einem glatten 6:4, 6:4 6:4 für Hurkacz.    
  

         
(Bild (c) imago images / Hasenkopf )

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Christian Schwell
am 31.08.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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