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Serenas 24er-Traum lebt weiter

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05.09.2020|22:10 Uhr|von Christian Schwell
Serenas 24er-Traum lebt weiter

Der Traum der Serena Williams vom 24. Grand-Slam-Triumph lebt weiter. Bei den US Open, die wegen vieler abwesender Topspielerinnen als gute Chance für die Amerikanerin gesehen werden, überstand die Amerikanerin einen schwachen Start und den Satzrückstand gegen Landsfrau Sloane Stephens und setzte sich noch klar mit 2:6, 6:2, 6:2 durch. 

Als Stephens bereits 2013 Serena Williams bei den Australian Open besiegte, galt sie als potentielle Nachfolgerin des amerikanischen Topstars. Und immerhin ist ihr ja auch 2017 dann der Sieg bei den US Open gelungen. Davor und danach konnte sie aber die in sie gesteckten Erwartungen nicht vollständig erfüllen, reihte zu oft schlechte und mittelmäßige Turniere aneinander und konnte auch Williams bei bei vier nachfolgenden Partien nicht mehr gefährden. So ist sie nur die aktuelle 39 der Welt, die Begründung dafür, dass es schon in Runde drei das Duell dieser beiden bekannten Namen geben konnte.     

Trotzdem hätte sich Williams wahrscheinlich bei freier Wahl eine andere Drittrunden-Gegnerin ausgesucht, denn eine Sloane Stephens in Form und Spiellaune hat die Qualitäten, der mittlerweile 38-Jährigen gefährlich zu werden. Und diese Form und Spiellaune hatte Stephens in den ersten beiden Runden mit zwei ganz glatten Siegen unter Beweis gestellt. 

Stephens setzt in Satz eins die Akzente

So war es dann auch heute tatsächlich die elf Jahre jüngere Spielerin, die im Match erste Akzente setzte und Williams schon früh den Aufschlag abnehmen konnte. Nichts neues für Serena, sie war auch in ihren ersten beiden Partien von Aufschlagverlusten oder Rückständen nicht verschont geblieben. Anders als gegen Ahn und Gasparyan gelang es der Nummer acht der Welt aber zunächst nicht, das Break sofort wieder auszubügeln. Im Gegenteil: Mit einer Aufschlagquote von nur um die 50% hatte Williams ihre liebe Mühe und Not, nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.   

Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin kämpfte, schaffte den Anschluss zum 2:3 und erspielte sich anschließend auch eigene Breakchancen. Sloane Stephens hielt dem Druck aber stand, war gerade in den längeren Ballwechseln die bessere Spielerin und holte sich ein zweites Break. Im Bemühen, mehr Druck aufzubauen, unterliefen Williams jetzt viel zu viele Fehler, während ihre Gegnerin nach acht Spielen und einem 6:2 auf gerade mal fünf unforced Errors kam. Die Satzführung nach 39 Minuten war hochverdient. 

Plötzlich ist Serena im Spiel

Serena Williams startete in den zweiten Satz mit einem überzeugenden Aufschlagspiel, in dem ihr vermehrt über eine bessere Quote die für sie bitter nötigen freien Punkte über das erste Service glückten. Diese Entwicklung setzte sich in ihren weiteren Aufschlagspielen fort, die Kräfteverhältnisse verschoben sich langsam aber sicher. Stephens unterliefen plötzlich in den Ballwechseln mehr Eigenfehler, ließ die Gegnerin so auch ins Spiel kommen.

Williams gewann jetzt Ballwechsel, die sie in Satz eins nie und nimmer für sich entschieden hätte und reihte ab 2:2 Spielgewinn an Spielgewinn bis zum Satzgewinn. Erst mit dem 1:1 im dritten Satz stoppte Stephens dann kurzzeitig den Lauf der ehemaligen Nummer eins. 

In Satz drei hat Stephens keine Chance mehr

Insgesamt hatte sich das Match aber längst komplett gedreht, was durch drei weitere in Folge Spielgewinne von Williams auch seinen Ausdruck im Spielstand fand. Sloane Stephens fing sich etwas, konnte eine jetzt ganz anders als noch in Satz eins agierende Williams aber nicht mehr abfangen. Nach einer Stunde und 46 Minuten Spielzeit machte die den Einzug ins Achtelfinale nach einer beeindruckenden Leistungssteigerung perfekt.               

(Bild (c) imago images / Jürgen Hasenkopf)

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Christian Schwell
am 05.09.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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