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Vor 12 Jahren: Als Roger das Quintupel vollmachte

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08.09.2020|12:30 Uhr|von Maximilian Bohne
Vor 12 Jahren: Als Roger das Quintupel vollmachte

Am 8. September 2008 schrieb Roger Federer in New York Tennisgeschichte. Einmal mehr. Mit seinem Triumph bei den US Open wurde er nicht nur der erste Spieler, der das Turnier in der Open Era fünf Mal in Folge gewinnen konnte, sondern auch der erste Spieler, der dieses Kunststück bei zwei Grand-Slam-Turnieren schaffte.

Rogers 13. Major-Sieg: Ein ganz besonderer Triumph
 
Es sind die besten und dominantesten Jahre in der Karriere des charismatischen Schweizers. Langsam neigt sich seine Alleinherrschaft aber ihrem Ende entgegen. Nach über vier Jahren ununterbrochener Regentschaft auf Platz eins der Weltrangliste im Herrentennis hatte Rafael Nadal eine Woche vor den US Open erstmals den Platz an der Sonne erobert. Anfang des Jahres hatte außerdem ein gewisser Novak Djokovic bei den Australian Open sein erstes Major-Turnier gewonnen. Wie gewohnt hatte Nadal daraufhin in Paris triumphiert, in einem epischen Wimbledon-Finale hatte der Spanier dann sogar Federers Thron auf dem heiligen Rasen in London gestürzt. Bei den US Open ließ der „Maestro“ es dann aber wieder richtig krachen.
 
Bei seiner Anreise nach Flushing Meadows 2008 blickt Federer hier auf irre 28 Siege in Folge zurück. 2004 feierte er hier seinen ersten Triumph, von 2005-2007 ließ er drei weitere folgen, gab dabei insgesamt nur zehn Sätze ab. Mit einer vierten Titelverteidigung könnte er hier nun als erster Spieler das doppelte Quintupel vollmachen – in Wimbledon schaffte er das bereits im vorangegangenen Jahr. Durch die ersten Runden marschiert Federer problemlos. Nach Dreisatzsiegen gegen Maximo Gonzalez, Thiago Alves und Radek Stepanek wartet im Achtelfinale mit dem an Nummer 23 gesetzten Igor Andreev die erste echte Bewährungsprobe. Tatsächlich jagt der Russe dem Favoriten zwei Sätze ab, letztlich setzt sich der Schweizer aber durch und zieht ins Viertelfinale ein.

Durchmarsch gegen spätere „Big 4“-Konkurrenten
 
Hier wartet mit Gilles Muller eine echte Turnierüberraschung. Aus der Qualifikation kommend wirbelte der Luxemburger den unteren Teil des Draws mächtig auf, sammelte vier Hauptfeldsiege und beförderte dabei Tommy Haas, Nicolas Almagro und mit Nikolaj Davydenko auch die Nummer fünf der Setzliste aus dem Turnier. Federer ist für den aufschlagstarken Linkshänder dann aber doch eine Nummer zu groß und gewinnt in drei Sätzen. Im Halbfinale kommt es zur Neuauflage der Vorschlussrunde von Melbourne. Die entschied Novak Djokovic im Januar noch für sich, jetzt gelang Federer in vier Sätzen die große Revanche.

Im Finale wartet mit Andy Murray ein weiterer Teil der späteren „Big 4“, der noch ganz am Anfang seiner Erfolge steht. In New York erreicht der Schotte sein erstes Major-Finale, mit dem Halbfinalsieg über Rafael Nadal und bereits zwei Siegen über Federer stellte der 21-Jährige seine Fähigkeiten aber bereits eindrucksvoll unter Beweis. In diesem Endspiel sollte der spätere Olympiasieger aber keine Chance bekommen. In Bestform rollte Federer mit 6:2 durch den ersten Satz, ehe er auch Murrays volle Gegenwehr im zweiten Satz mit 7:5 überkam. Nach nur 1:51 Stunde verwandelte er seinen zweiten Matchball und fiel unter Freudenschreien, dem Jubel der Zuschauer und übermannt von Glücksgefühlen zu Boden.

(Bild © imago images / PCN Photography)

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Maximilian Bohne
am 08.09.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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