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FINALE! Laura träumt vom Grand-Slam-Titel

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08.09.2020|20:45 Uhr|von Adrian Rehling
FINALE! Laura träumt vom Grand-Slam-Titel

Die einen absolvierten zusammen erst ihr siebtes Match, die anderen sogar erst das vierte. Damit war im Vorfeld bereits klar, dass es Final-Debütantinnen geben wird bei den US Open.

Doch trotz der erst kurzen gemeinsamen Zeit entwickelte sich ein ansehnlicher, spannender Schlagabtausch. Erst nach über zweieinhalb Stunden standen die Siegerinnen fest, Laura Siegemund/Vera Zvonareva durften nach einem 5:7, 6:3, 7:5 gegen Anna Blinkova/Veronika Kudermetova jubeln.

Es war wie eigentlich immer, wenn Laura Siegemund auf dem Platz steht: Eine lange Angelegenheit. Folgerichtig dauerte der erste Durchgang über eine Stunde. Nach vielen Breakchancen auf beiden Seiten und zwei Aufschlagverlusten - einmal zur 3:2-Führung für die deutsch-russische Kombination, einmal zum 4:4-Ausgleich - roch beim 6:5 für Blinkova/Kudermetova alles nach einem Tiebreak. Doch bei Service Siegemund war das rein russische Duo dann noch einmal passend zur Stelle. Mit einem eiskalt durchgezogenen Vorhand-Return auf einen zu schwachen Aufschlag der Deutschen verwandelte Kudermetova direkt den ersten Satzball für ihr Team.

"Jaaa" und ein lautstarkes Lachen

Davon ließen sich Siegemund/Zvonareva allerdings keineswegs schocken. Ganz im Gegenteil, das frühe Break zum 1:0 hielten sie mit drei souveränen Aufschlagspielen locker bis zum 4:2. Als sie den beiden Russinnen dann zum 5:2 erneut den Aufschlag abnahmen, war das die Vorentscheidung zum Satzausgleich. Es folgte ein Aufschlagspiel Siegemunds über satte zwölfeinhalb Minuten. Siebenmal Einstand, zwei Satzbälle sowie sieben Breakbälle später hieß es: Break Blinkova/Kudermetova. Doch Siegemund/Zvonareva gaben die Führung nicht mehr aus der Hand, sondern schafften durch einen starken Return der Deutschen auf den Aufschlag Kudermetovas das 6:3 zum Ausgleich.

Der Beginn des dritten Durchgangs glich dann einem wahren Breakfestival. Vier Aufschlagverluste später war bei 2:2 alles in der Reihe. Es war weiterhin hochspannend und emotional: Ein Beispiel gefälligst? Der doppelte Aufschrei von Laura Siegemund. Nach dem Punkt zum 40:15 (bei 3:3) mit einem lauten "Yeah, come on" und nach dem Spielgewinn gleich noch ein "Jawohl, komm" an sich selbst gerichtet. Bei 5:4 und 30:30 waren die DTB-Akteurin und ihre russische Partnerin nur noch zwei Zähler vom Endspiel entfernt, doch zwei überaus unterhaltsame Ballwechsel später stand es 5:5. Dann fiel die Entscheidung: Kudermetova schwächelte abermals beim Service, Siegemund/Zvonareva nutzten es eiskalt aus. Break zu Null, das Endspiel gebucht. Siegemund ließ ein lautes "Jaaa" raus und lachte ihre Partnerin an.

Im zweiten Doppelhalbfinale stehen sich am Mittwoch die Duos Muhammad/Townsend und Melichar/Xu gegenüber. Letztgenannte sind die einzig verbliebenen gesetzten Spielerinnen im Feld.

(Bild (c) imago images / ZUMA Press

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Adrian Rehling
am 08.09.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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