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Bester Hartplatz-„Rafa“ aller Zeiten – Als Nadal erstmals die US Open gewann

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13.09.2020|10:00 Uhr|von Björn Walter
Bester Hartplatz-„Rafa“ aller Zeiten – Als Nadal erstmals die US Open gewann

Er galt lange nur als reiner Sandplatzspezialist. Spätestens nach seinem Triumph in Wimbledon 2008 war er auch auf Rasen eine Macht. Als kompletter Spieler wird Rafael Nadal allerdings erst seit seinem grandiosen US-Open-Erfolg 2010 angesehen.

Wir blicken auf den unvergessenen Siegeszug des Spaniers zurück, der ihn vor zehn Jahren in den illustren Kreis der Karriere-Grand-Slam-Sieger beförderte. Nadal war damals erst der siebte Spieler in der Tennisgeschichte, der seine Major-Sammlung komplettieren konnte.

Nadal komplettiert Karriere-Grand-Slam

Ein Jahr zuvor hatte „Rafa“ bereits bei den Australian Open triumphiert. Der Erfolgslauf in Melbourne wurde aber in erster Linie mit den herausragenden defensiven Fähigkeiten des Mallorquiners in Verbindung gebracht. Vor allem bei den Fünfsatzschlachten gegen Fernando Verdasco im Halbfinale und Roger Federer im Endspiel erlief Nadal fast alles, was es zu erlaufen gab.

In New York hatte der damals 24-Jährige neue Elemente in sein Spiel eingebaut. Am meisten stach der extrem verbesserte Aufschlag ins Auge. Nutzte Nadal den ersten Aufschlag lange nur, um den Ballwechsel zu eröffnen, hatte er es bei den US Open 2010 sofort auf den direkten Punktgewinn abgesehen.

Aufschläge mit über 200 km/h schocken die Konkurrenz

Nadal feuert plötzlich aus allen Rohren. Im Achtelfinale gegen Landsmann Feliciano Lopez hämmerte er sogar einen Aufschlag mit 217 km/h ins gegnerische Feld. Extrem glatte Aufschlagspiele mit vielen Assen und Service-Winnern waren keine Seltenheit. Doch nicht nur der Aufschlag hatte sich zur Waffe entwickelt, auch die Grundschläge des „Matadors“ schlugen auf der gegenüberliegenden Seite des Netzes ein wie tennisballgroße Hagelkörner.

In seinem legendären schwarzen Night Session Outfit rückte Nadal viel näher an die Grundlinie heran als in den Jahren zuvor. Häufig nahm er die Bälle bereits im Aufsteigen und setzte seine Gegner somit enorm unter Druck. Teymuraz Gabashvili, Denis Istomin, Gilles Simon, Feliciano Lopez, Fernando Vedasco und Mikhail Youzhny konnten Nadal keinen Satz abnehmen.

Nur Djokovic kann „Rafa“ einen Satz abnehmen

Dieses Kunststück gelang lediglich Novak Djokovic im Endspiel. Am hoch verdienten 6:4, 5:7, 6:4, 6:2-Erfolg des damaligen Weltranglistenersten änderte dies aber nichts. „Er ist derzeit der beste Spieler der Welt und hat diese Trophäe wirklich verdient. Dieses Finale werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, betonte der unterlegene Serbe.

Für Nadal ging ein Traum in Erfüllung: „Schon die Finalteilnahme war unglaublich, und der Sieg ist mehr, als ich jemals zu träumen gewagt habe.“ 2013, 2017 und 2019 konnte der Spanier erneut die US Open gewinnen, so beeindruckend wie 2010 trat der 19-fache Grand-Slam-Sieger allerdings nur noch ganz selten auf Hartplatz auf.

(Bild (c) imago images / Xinhua)

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Björn Walter
am 13.09.2020 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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