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Gauff sammelt erfolgreich Sand-Erfahrung

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15.09.2020|18:50 Uhr|von Christian Schwell
Gauff sammelt erfolgreich Sand-Erfahrung

Coco Gauff (WTA 53) hat beim Sandplatz-Turnier von Rom die zweite Runde erreicht. Gegen die Australian-Open-Viertelfinalistin Ons Jabeur (WTA 34) aus Tunesien setzte sie sich am Ende nach einem schwierigen Beginn mit 6:4, 6:3 durch.
  
Coco Gauff: Auf Sand noch Azubine

Für die amerikanische Damentennis-Hoffnung Gauff ist die US-Hartplatz-Saison zuletzt durchaus ein kleiner Dämpfer gewesen. Nur in Lexington konnte sie Matches gewinnen, bei den beiden auf der Anlage der US Open ausgetragenen Turnieren setzte es jeweils eine Auftaktniederlage, gerade die Partie in der ersten Runde der US Open gegen Anastasija Sevastova wird Gauff wahrscheinlich in schmerzhafter Erinnerung bleiben.    
 
Immerhin: Gegen ihre heutige Gegnerin Ons Jabeur hatte Gauff in Lexington einen Sieg einfahren können. In Rom waren die Vorzeichen jetzt allerdings durchaus andere. Wie die meisten hauptsächlich auf Hartplätzen sozialisierten amerikanischen Spielerinnen fremdelt Gauff in dieser absolut frühen Phase ihrer Karriere bisher (noch) ein wenig mit den europäischen Sandplätzen. Im letzten Jahr scheiterte sie in der Qualifikation von Roland-Garros. Auf ITF-Ebene sammelte sie 2019 Sand-Erfahrung, aber eben auch diverse Niederlagen gegen Gegnerinnen, denen sie auf Hartplätzen wahrscheinlich schon weit besser Paroli bieten könnte. 

So wurde dann heute auch schnell klar, dass die Tunesierin mit ihrem variablen und trickreichen Spiel in der Lage wäre, Gauff auf Sand nicht in ihren Rhythmus kommen zu lassen. Jabeur bewegte die 16-Jährige gut, schickte sie immer wieder mit Winkelspiel und Stoppbällen auf die Reise und hielt den Ball mit ihrem Slice unangenehm flach für die Amerikanerin. Viele relativ einfache Fehler Gauffs waren die Folge.

Jabeur verspielt ihren Vorsprung

Mehr und mehr schlich sich nach einem sehr guten Beginn allerdings der Fehlerteufel auch ins Spiel von Ons Jabeur. Die vielen Variationen wurden jetzt zum Bumerang, weil die 26-Jährige die klare Linie in ihrem Spiel vermissen ließ. Stopps und Lobs gerieten nun zu oft zu lang. Gauff reagierte darauf klug und spielte selber solider und weniger risikoreich als zu Beginn der Partie die Bälle zurück. So riss Jabeur sich selbst ein, was sie zuvor aufgebaut hatte, verspielte ihren Breakvorsprung im wahrsten Sinne des Wortes und stand nach Satz eins mit einem 4:6 und leeren Händen da.

Gauff schaukelt die Partie nach Hause

Gauff schien den Rückenwind des Satzvorsprungs anschließend zunächst zu einem Durchmarsch zum Sieg nutzen zu können, als ihr auch in Satz zwei ein Break gelang. Auch sie zeigte dann allerdings wieder Schwächen und holte eine Jabeur, die nun auch körperlich nicht ganz auf der Höhe wirkte, mit gleich zwei Doppelfehlern in Folge eigenhändig unfreiwillig wieder ins Match zurück. Dieses und auch ein weiteres Rebreak Jabeurs sollten sich aber als Strohfeuer erweisen. Letztendlich schaukelte Coco Gauff das Match mit 6:3 nach Hause und kann nun weiter in Rom Erfahrung auf der roten Asche sammeln.                

(Bild © imago images / AAP)

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Christian Schwell
am 15.09.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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