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ATP Rom: Sinner zerlegt Tsitsipas

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16.09.2020|16:35 Uhr|von Maximilian Bohne
ATP Rom: Sinner zerlegt Tsitsipas

Stefanos Tsitsipas ist in Rom mit Pauken und Trompeten aus dem Turnier geflogen. Gegen Jannik Sinner unterlag der Grieche mit 1:6, 7:6 (9), 2:6. Nur ein kleiner Hänger des Italieners in der Schlussphase des zweiten Durchgangs verhinderte eine totale Demontage. 

Tsitsipas‘ Fehlerfeuerwerk bedeutet schnellen Rückstand
 
Von Beginn an zeichnete sich für den Griechen ein rabenschwarzer Tag bei seinem diesjährigen Sandplatz-Debüt ab. Gleich die ersten drei Punkte bei eigenem Service gingen an Sinner, der den dritten Breakball zum schnellen 1:0 nutzte. Der Südtiroler, der sich in der vergangenen Woche bereits in Kitzbühel warmgespielt hatte, drehte in der Folge richtig auf und legte zum 4:1 ein zweites Break nach. Mit viel zu vielen Fehlern verschuldete Tsitsipas den Rückstand allerdings maßgeblich selbst. Bezeichnend: Bei 1:5 40:40 servierte er gleich zwei Doppelfehler in Serie zum flotten 1:6.
 
Im zweiten Durchgang sah es kurz nach der Wende aus, doch die Breakbälle im ersten Aufschlagspiel wehrte Sinner souverän ab und legte im nächsten Spiel gleich selber das Break nach und ging so wieder früh in Führung. Ohne Probleme bei eigenem Service hangelte sich Sinner, der vor allem mit der Rückhand immer wieder brillierte und zahlreiche Winner schlug, mit dem Break in der Tasche durch den Satz. Beim Ausservieren zeigte der dann aber nochmal Nerven. Ein Rahmentreffer bei Breakball brachte Tsitsipas das erste Break und den überraschenden Anschluss. Kurz darauf stand Tsitsipas bei eigenem Aufschlag sogar vor dem Satzgewinn, doch Sinner kam nochmal zurück und erzwang den Tiebreak. Der verlief auf Augenhöhe und denkbar knapp mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende hatte Tsitsipas knapp die Nase vorn und schaffte den vor wenigen Minuten noch undenkbaren Satzausgleich.

Auch im dritten Durchgang sicherte sich Sinner das frühe Break, inzwischen dominierten allerdings beinahe ausschließlich die Fehler das Spiel. Doch die kamen jetzt wieder vermehrt vom Griechen, der das Doppelbreak zum 3:0 kassierte. Dieses Mal ließ Sinner sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und servierte nach 2:13 Stunden zum Matchgewinn aus. Mit dem Triumph über den Weltranglistensechsten feiert Sinner den bislang mit Abstand größten Sieg seiner Karriere.

Dimitrov oder Nishioka warten
 
In der dritten Runde bekommt es Sinner, der sich in der ersten Runde gegen Skandal-Profi Benoit Paite durchsetze, entweder mit Grigor Dimitrov oder Yoshito Nishioka zu tun.

(Bild © imago images / Eibner Europa)

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Maximilian Bohne
am 16.09.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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