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Berrettini raus! Traum vom Heim-Titel geplatzt

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19.09.2020|15:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Berrettini raus! Traum vom Heim-Titel geplatzt

Matteo Berrettini hat das Halbfinale seines Heim-Masters verpasst. Der gebürtige Römer verlor am Samstag trotz Satzführung nach hartem Fight mit 6:4, 3:6, 6:7 (5) gegen den Norweger Caper Ruud. Damit ließ der Weltranglistenachte die Chance ungenutzt, als erster Lokalmatador seit 2007 beim 1000er-Turnier in der italienischen Hauptstadt die Runde der letzten Vier zu erreichen.

Der 24-Jährige wäre mit einem Erfolg in die Fußstapfen seines Landsmannes Filippo Volandri getreten, der vor 13 Jahren - damals als Qualifikant - auf dem Campo Centrale ins Halbfinale eingezogen war. Mit der Qualifikation hatte Berrettini im Rom 2020 hingegen überhaupt nichts zu tun, vielmehr galt er als an Nummer vier gesetzter Spieler bis zuletzt zum erweiterten Favoritenkreis dieses Turniers.

Guter Start des Lokalmatadoren

Und genauso präsentierte er sich auch zu Beginn des Matches gegen den Norweger, den er erst kürzlich bei den US Open klar bezwungen hatte. Direkt in seinem ersten Aufschlagspiel sah sich Ruud einem 0:40 gegenüber und konnte das Break nicht mehr verhindern. Ein denkbar schlechter Start für den Skandinavier, der zuvor Marin Cilic in die Schranken gewiesen hatte, nun aber sofort einem Rückstand hinterherlaufen musste - und diesen im Verlauf nicht mehr egalisieren konnte.

Erinnerungen an die French Open 2019 wurden wach

Als alle mit einem lockeren Durchmarsch des Italieners rechneten, fing dieser in Satz zwei jedoch zu schwächeln an. Manchmal agierte Berrettini in dieser Phase sogar einen Tick zu druckvoll, sodass einige Bälle ins Aus segelten. Ruud machte sich diese Schwächephase seinen Gegners zunutze und ging schnell mit 3:0 in Führung. Spätestens mit dessen Gewinn des zweiten Durchgangs wurden bei Berrettini Erinnerungen an die French Open 2019 wach, als der Italiener gegen Ruud überraschend deutlich unter die Räder geraten war.

Ähnliches drohte Berrettini auch dieses Mal auf Sand, denn im entscheidenden Satz holte sich dessen Gegenüber erneut das frühe Break zum 1:0 - welch eine mentale Leistung des 21-Jährigen, der im ATP-Ranking inzwischen auch schon auf Rang 34 geführt wird. Tendenz steigend, wenn man sein Comeback im Viertelfinale von Rom gesehen hat ...

Allerdings bewies auch Berrettini in diesem dritten Satz, dass er über ein großes Kämpferherz verfügt. Der Römer holte sich das Break zum 3:3 und war somit wieder zurück im Match, das im Tiebreak entschieden werden musste. Vieles deutete nun auf einen Triumph des "Hausherren" hin. Doch es kam anders: Berrettini konnte ein 5:3 im Tiebreak nicht nach Hause bringen, verlor vier Punkte in Folge - und somit das Match. Ruud, der niemals aufsteckte, trifft im Halbfinale auf den Sieger des Duells Novak Djokovic gegen Dominik Koepfer.

Einen Erfolg kann ihm jetzt schon niemand mehr nehmen: Casper Ruud ist der erste norwegische Halbfinalist bei einem Masters.

(Bild (c) imago images / LaPresse)

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Dennis Ebbecke
am 19.09.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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