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Der "Pitbull" liefert dem Major-Champion einen ordentlichen Fight

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30.09.2020|14:00 Uhr|von Maximilian Bohne
Der "Pitbull" liefert dem Major-Champion einen ordentlichen Fight

Ein guter Fight gegen einen gut aufgelegten Gegner. Dominik Koepfer ist in der zweiten Runde der French Open gegen einen phasenweise brillant aufspielenden Stan Wawrinka ausgeschieden. Der Turniersieger von 2015 setzte sich gegen den Deutschen mit 6:3, 6:2, 3:6, 6:1 durch.
 
Erinnerung an 2015: Wawrinka von seiner besten Seite
 
Es war eine mit Spannung erwartete Partie zwischen dem dreifachen Grand-Slam-Champion, der in der ersten Runde gegen Andy Murray überzeugt hatte und dem „Pitbull“, der derzeit das vielleicht beste Tennis seiner Karriere spielt. Während Wawrinka zu Beginn noch einige Fehler einbaute, spielte Koepfer gleich mutig und so gestaltete sich zunächst eine offene Partie. Bei 2:2 glänzte Koepfer mit einem genialen Rückhand-Lob und einem überragenden Return-Winner direkt im Anschluss. Doch das 0:40 konnte der Schweizer mit kühlem Kopf noch in den Spielgewinn verwandeln. Langsam gewannen „Stan the Mans“ Powerschläge von der Grundlinie an Präzision. Zum 5:3 gelang der Nummer 16 der Weltrangliste dann das entscheidende Break. „Jedes Mal, wenn es neue Bälle gibt, kann ich den Aufschlag nicht halten“, lamentierte Koepfer.

Wawrinka servierte zum 6:3 aus und nahm nun richtig Schwung auf. Eine brachiale Vorhand reihte sich an die andere, Fehler blieben eine Seltenheit. Vieles erinnerte jetzt an den Wawrinka von 2015, der im Finale von Paris Novak Djokovic besiegt und sein zweites Major gewonnen hatte. Auch wenn Koepfer weiter mit sich selbst haderte, traf ihn kaum Schuld am deutlichen Verlauf des zweiten Durchgangs. Der 35-Jährige powerte sich zu zwei schnellen Breaks, die er problemlos zum 6:2 nach nur 61 Minuten nach Hause transportierte. Der Deutsche, der sich über College-Tennis in Amerika auf die Tour spielte, wirkte aufgeschmissen gegen die schiere Gewalt der Schläge seines Kontrahenten.
 
Koepfer bringt Wawrinka aus dem Takt und kommt zurück
 
Doch Koepfer steckte zu keinem Zeitpunkt auf, biss sich in die Partie und brachte zu Beginn des dritten Satzes zweimal den Aufschlag durch. Zur Belohnung erkämpfte er sich endlich mal wieder ein 0:30 bei Aufschlag Wawrinka, doch der reagierte humorlos mit vier Punkten in Serie und dem Ausgleich. Doch Koepfer blieb jetzt im Spiel und hielt die Ballwechsel etwas länger, weil die Fehlerquote des Schweizers nun leicht anstieg. Das nutzte der Underdog clever aus und brachte seinen Gegner tatsächlich aus dem Takt. Bei 3:4 30:30 aus Sicht Wawrinkas landete erst eine Vorhand im Netz, dann eine weitere im Aus und wie aus dem Nichts war nicht nur das erste Break des Tages, sondern das erste des Turniers gegen Wawrinka geschehen. Auch ein schnelles 0:30 im folgenden Aufschlagspiel egalisierte Koepfer und vollendete zum 6:3.

So herausragend Wawrinka in den ersten beiden Sätzen begonnen hatte, so fahrig wirkte sein Spiel in Phasen des dritten Durchgangs und zu Anfang des vierten. Und doch streute jetzt auch Koepfer ein paar Vorhandfehler ein und Wawrinka schnappte sich mit einem guten Angriff das erste Break zum 2:0. Der Schweizer blieb jetzt der etwas solidere und stabilere Spieler und erhöhte mit dem vorentscheidenden Break auf 4:0. Wenig später musste Koepfer zum 6:3, 6:2, 3:6, 6:1 gratulieren. Für Wawrinka geht es in der nächsten Runde am Freitag entweder gegen Hugo Gaston oder Yoshito Nishioka.

(Bild © imago images / GEPA Pictures)

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Maximilian Bohne
am 30.09.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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