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Fehler-Festival: Siegemund feiert Mental-Sieg über Görges

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01.10.2020|17:25 Uhr|von Dennis Ebbecke
Fehler-Festival: Siegemund feiert Mental-Sieg über Görges

Dieses Match erinnerte eher an den Film-Klassiker "Vom Winde verweht" als ein Spiel bei den French Open! Sowohl Julia Görges als auch Laura Siegemund kamen in ihrem Aufeinandertreffen mit den schwierigen Bedingungen auf Court 13 nicht gut zurecht. Das deutsch-deutsche Duell avancierte zu einem Fehler-Festival, in dem Siegerin Siegemund trotz eines Fehlstarts mental den besseren Eindruck hinterließ. Die 32-Jährige siegte mit 1:6, 6:1, 6:3.

Böiger Wind, Kälte und der ständige Wechsel zwischen Nieselregen und dem einen oder anderen Sonnenstrahl: Es gibt schönere Tage, um draußen Tennis zu spielen. Und obwohl Görges und Siegemund bekanntlich Profis sind, hatten vor allem in den ersten zwei Sätzen beide ihre Probleme mit den Bedingungen in Roland Garros.

Die ersten 7 Siegemund-Aufschläge landeten nicht im Feld

Siegemund erwischte einen vollkommen verpatzten Start. Der Unterschied zwischen Court Philippe-Chatrier, auf dem sie zuvor "Kiki" Mladenovic besiegen konnte, und dem "offenen" 13er ging nicht spurlos an ihr vorbei. Besonders bei ihren Aufschlägen wackelte der Doppel-Champion der US Open bedenklich. In Zahlen ausgedrückt: Siegemunds erste sieben (!) Aufschläge landeten allesamt nicht im Feld, in ihren ersten beiden Service-Games gelang ihr kein einziger Punkt.

Vielleicht hatte ihr auch die Berichterstattung der französischen Medien der vergangenen Tage etwas zugesetzt. Gegen die Lokalmatadorin Mladenovic war Siegemund ungewollt ins Interesse der Öffentlichkeit geraten, weil ein Ball zweimal in ihrem Feld aufgesprungen war, sie jedoch nichts sagte.

Viele Doppelfehler, kaum erspielte Punkte

So oder so: Der erste Satz (dauerte gut 25 Minuten) war aus ihrer Sicht einer zum Vergessen! Ein Fakt, der mit Blick auf Satz zwei wiederum eins-zu-eins auf ihre Gegnerin zutreffen sollte. Diesmal agierte Siegemund den Tick aggressiver, während Görges einen Fehler an den nächsten reihte. Allein das zwischenzeiltliche Ergebnis von 6:1, 1:6 war ein Indiz dafür, dass die Zuschauer keinen spielerischen Leckerbissen zu sehen bekamen. Auch die zwölf (!) Doppelfehler auf Seiten Siegemunds zu diesem Zeitpunkt waren kein Qualitätsnachweis.

In Satz drei wurde das Niveau dann endlich etwas besser. Beide Spielerinnen trafen sich nun auf Augenhöhe, holten "aktiv" ihre jeweiligen Punkte - wobei das Match weiterhin Aufs und Abs zu bieten hatte. Bitter für Görges: Ihre Kontrahentin konnte ihren Aufschlag stabilisieren, während "Jule" ausgerechnet mit ihrem ersten Doppelfehler das Break zum 3:4 kassierte.

Siegemund war in dieser Phase die mental stärkere Spielerin, die sich immer wieder pushte, auch wenn sie - ebenso wie ihre Gegnerin - nicht ihren besten Tag hatte.

(Bild (c) imago images / Hasenkopf)

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Dennis Ebbecke
am 01.10.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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