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Starker Zverev trotzt dem Pariser „Schietwetter“

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02.10.2020|21:16 Uhr|von Björn Walter
Starker Zverev trotzt dem Pariser „Schietwetter“

„Sascha“ schont die Nerven der deutschen Tennisfans. Auf seine Zitterpartie gegen Pierre-Hugues Herbert hat Alexander Zverev einen über weite Strecken souveränen 6:1, 7:5, 6:3-Drittrundenerfolg gegen Marco Cecchinato folgen lassen.

Dabei ließ sich die Nummer sieben der Welt auch nicht vom Pariser Nieselregen aus dem Konzept bringen. Im Gegensatz zur Achterbahnfahrt gegen Herbert trat Zverev fokussiert und zielstrebig auf. Cecchinato, Überraschungs-Halbfinalist 2018 in Roland Garros, war bis auf ein Zwischenhoch in Satz zwei überfordert mit dem druckvollen Tennis des US-Open-Finalisten.

Zverev lässt nur im zweiten Satz kurz die Zügel schleifen

Während der Italiener im ersten Satz extrem von der Grundlinie streute, servierte Zverev wie aus einem Guss. Nach 24 Minuten stand bereits ein 6:1 auf der Anzeigetafel des Court Suzanne Lenglen. Das für Zverev typische Wellental sollte allerdings auch in diesem Match eine Rolle spielen. Die Linie war plötzlich weg. Serve-and-Volley-Einlagen auf den zweiten Aufschlag kommentierte Bruder Mischa im Eurosport-Studio mit leichter Verärgerung: „Er ändert die Taktik unnötig. Sowas würde ein Spieler wie Nadal nie machen, wenn er vorne liegt.“

Zverev verlor seinen Aufschlag zum 3:4 und machte Cecchinato damit wieder stark. Der 27-jährige Qualifikant hatte kurze Zeit später sogar die Chance, zum Satzausgleich auszuservieren. Für „Sascha“ genau der richtige Moment, um wieder aufzudrehen. Nachdem er einen zu lang geratenen Stopp des Südeuropäers erlaufen hatte, scheiterte Cecchinato am Netz. Der Schläger flog und Zverev war wieder obenauf. Vier Spielgewinne in Folge verhalfen dem 23-jährigen Hamburger doch noch zur 2:0-Satzführung.

Achtelfinal-Kracher gegen Sinner

In der Folge war der Mann, der insgesamt zwölf Mal in der ersten Runde eines Grand-Slam-Turniers scheiterte, nicht mehr in der Lage, Zverev vom Einzug ins Achtelfinale abzuhalten. Die deutsche Nummer eins setzte sich schnell mit 3:0 ab und hielt den Vorsprung bis ins Ziel. Kurz vor dem Ende wurde es allerdings noch mal spannend: Zwei Matchbälle bei Aufschlag Cecchinato vergeben, Breakball abgewehrt und nach 1:47 Stunde gejubelt.

Die nächste Aufgabe hat es allerdings in sich. Zverev trifft in Runde vier auf Supertalent Jannik Sinner. Der 19-jährige Südtiroler hat im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben. Ein echter Leckerbissen für alle Tennisfans und eine große Herausforderung für den ATP-Finals-Sieger von 2018.

(Bild (c) imago images / GEPA pictures)

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Björn Walter
am 02.10.2020 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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