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Energieleistung! Siegemund beißt sich ins Achtelfinale durch

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03.10.2020|18:15 Uhr|von Christian Schwell
Energieleistung! Siegemund beißt sich ins Achtelfinale durch

Laura Siegemund hat den deutschen Erfolgstag bei den French Open perfekt gemacht und mit einem 6:7(5), 6:3, 6:0 über die favorisierte Petra Martic (WTA 17) das erste Grand-Slam-Achtelfinale ihrer Karriere erreicht.   


Siegemund startet besser als in den Runden eins und zwei

Anders als gegen Mladenovic und Görges gelang Siegemund (WTA 66) gegen die Kroatin ein Start nach Maß. Diesmal war die Schwäbin von Anfang an hellwach und setzte ihre variable Taktik erfolgreich um, was sich direkt in einer Breakführung niederschlug. Auch die Rückenprobleme, die Siegemund gegen Julia Görges sichtbar behindert und im Doppel zu Aufgabe genötigt hatten, schienen ganz früh zunächst keine Rolle zu spielen, auch wenn die langärmelige Jacke, in der sie die Partie absolvierte, ein Indiz dafür war, dass die Beschwerden in dem Bereich immer noch nicht komplett  überwunden waren.

Dann aber schlichen sich genau die Doppelfehler, die Siegemund schon in ihrer letzten Partie als persönliches Handicap durch das Match geschleppt hatte, in das Spiel der 32-Jährigen. War der Ball aber erstmal im Spiel, war es weiterhin die Deutsche, die die Partie klar bestimmte. Erst bei 0:3 kam Martic, immerhin Viertelfinalistin des Vorjahres, zu einem ersten Spielgewinn. In dem Maß, in dem die 17. der Weltrangliste besser in die Begegnung fand, verlor Siegemund in den Ballwechseln ihre Erfolgslinie und musste das 3:3 hinnehmen.   

Rückenprobleme und eine verbissen geführte Partie 


Ab da spielten die Stuttgart-Siegerin von 2017 und Martic ein Match auf Augenhöhe, bevor Siegemunds Rücken dann bei 5:5 wieder deutlich zu schmerzen anfing - auf Martics Break zum 6:5 folgte die Behandlungspause für eine in Daunenjacke auf dem Bauch liegende Siegemund. Was dann aber kam, überraschte wahrscheinlich nicht nur Martic - nämlich keinesfalls eine Aufgabe, sondern vier perfekt gespielte Punkte der Gegnerin zum Rebreak. Auch das führte sicherlich zu dem verbissen geführten Tiebreak, der nun folgte und ihn dem Martic schließlich knapp mit 7-5 nach dem insgesamt achten Doppelfehler Siegemunds, die auch noch eine Verwarnung wegen Coachings erhielt, die Oberhand behielt. 

Siegemund kämpft sich erfolgreich in den Entscheidungssatz - und zum Sieg

Wer dachte, dass dieser Satzausgang jetzt das Match Richtung Petra Martic kippen würde, wurde in der Folge eines Besseren belehrt. Siegemund fightete weiter verbissen um ihre Achtelfinal-Chance und hatte erstaunlicherweise zunehmend auch wieder spielerische Vorteile. Souveräne Aufschlagspiele und zwei Breaks gegen das Service von Martic sorgten für den Satzausgleich.

Anders als Martic zuvor konnte Laura Siegemund den Schwung des Satzgewinns auch in den nächsten Durchgang transportieren und startete sofort mit Doppelbreak und einem 4:0 in den Entscheidungssatz. Der Matchverlauf und die ständigen Variationen der Gegnerin hatten Martic nun deutlich den Zahn gezogen, Siegemund spielte das Match aber eben nun auch extrem gut und dominant zu Ende und ließ keinerlei Zweifel mehr darüber aufkommen, welche Spielerin den Court 7 als Achtelfinal-Teilnehmerin verlassen würde. 


(Bild: (c)  imago images / ZUMA Wire)          

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Christian Schwell
am 03.10.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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