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Nach atemberaubendem 5-Satz-Krimi - Thiem beißt sich ins Viertelfinale

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04.10.2020|20:20 Uhr|von Henrike Maas
Nach atemberaubendem 5-Satz-Krimi - Thiem beißt sich ins Viertelfinale

Dominic Thiem steht zum fünften Mal in Folge im Viertelfinale von Roland Garros. Der Österreicher siegt nach einem Nervenkrimi gegen den Überraschungs-Achtelfinalisten Hugo Gaston mit 6:4, 6:4, 5:7, 3:6, 6:3. In der Runde der letzten Acht trifft er nun auf seinen guten Kumpel Diego Schwartzman.

War so mancher Tennisfan vor dem Match vielleicht ein wenig enttäuscht gewesen, dass Thiem nicht, wie erhofft, gegen Stan Wawrinka spielte, konnte man sich schon nach wenigen Ballwechseln beruhigt zurücklehnen. Gaston, mit einem sehr variablen Spiel und viel Touch gesegnet, machte vom ersten Punkt an deutlich, dass er sich von großen Namen nun wirklich nicht beeindrucken lässt. So brauchte die Nummer 3 der Welt auch eine Weile, um sich mit seinem Gegner zu arrangieren. Diverse Fehler rutschten dem Österreicher zum Auftakt noch vom Schläger, ehe er beim Stand von 2:3 mit seinem nächsten Aufschlagspiel erst mal warten musste. Das Dach über Court Philippe-Chatrier wurde aufgrund von Regen geschlossen. Nachdem das Match dann rund 20 Minuten später wieder aufgenommen werden konnte, zog Thiem das Tempo dann aber an und holte sich das erste Break zur 4:3-Führung. Es reichte, um sich mit 6:4 den Satzgewinn zu sichern.

Ziemlich ähnlich verlief auch der zweite Durchgang. Hier war es das Break zur 3:2-Führung, das dem Österreicher zur 2:0-Satzführung reichte. Ein solider Vorsprung, der allerdings hart erarbeitet war. Denn obwohl Hugo Gaston bis zu dem Punkt bei Thiems Aufschlagspielen wenig zu melden hatte und aufgrund dessen mit den besagten zwei Sätzen zurücklag, machte der Franzose dem US Open-Champion die Sache keinesfalls leicht. Angefeuert vom französischen Publikum, wollte der Lokalmatador sich hier nicht einfach so geschlagen geben und wühlte sich weiter mit seinem vielseitigem Tennis durchs Match.

Gaston setzt zur Aufholjagd an

Dabei zeigten besonders die vielen exzellenten Stops des Franzosen langsam ihre Wirkung. Immer wieder ans Netz vorgeholt, wurde Dominic Thiem zusehends müde und unkonzentriert. Hatte Hugo Gaston zuvor als Returnspieler noch kaum Land gesehen, nahm er dem Österreicher nun zum ersten Mal den Aufschlag ab. Zwar musste der 20-Jährige direkt im Anschluss das Rebreak hinnehmen, konnte das Spielgeschehen anschließend aber immer mehr in seine Richtung drücken. Nachdem er vier Satzbälle noch liegen ließ, holte sich Hugo Gaston mit Nummer fünf dann absolut verdient mit 7:5 den dritten Durchgang.

Nun hatte der Franzose richtig Lunte gerochen. Weiterhin gnadenlos mit den Stoppbällen nutzte er aus, dass Thiem mental und physisch nicht mehr in Topform war und ließ den 27-Jährigen schön über den Platz laufen. Selber noch putzmunter konnte Gaston so die Punkte diktieren und sich auch im vierten Satz ein Break holen. Ganz zur Freude des französischen Publikums am Platz, das natürlich den finalen Durchgang wollte und diesen auch bekam.

Nun musste sich Dominic Thiem ganz schnell etwas überlegen, wenn er so früh wie seit vier Jahren nicht, die Koffer packen wollte. Und tatsächlich schaffte der Österreicher den Umschwung, nach weiteren zermürbenden sieben Aufschlagspielen nahm er Hugo Gaston das Break zur 5:3-Führung ab. Diese verwandelte er dann - unter Abwehr eines weiteren Breakballs - nach dreieinhalb Stunden zum knappen Matchsieg.

(Bild: (c) imago images / Hasenkopf)

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Henrike Maas
am 04.10.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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