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Aus der Traum! "Sascha" zieht gegen Sinner den Kürzeren

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04.10.2020|16:05 Uhr|von Maximilian Bohne
Aus der Traum! "Sascha" zieht gegen Sinner den Kürzeren

Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev ist bei den French Open im Achtelfinale ausgeschieden. Gegen Jannik Sinner agierte „Sascha“ häufig zu passiv und unterlag mit 3:6, 3:6, 4:6, 6:3.

Zverev zu passiv: Sinner übernimmt
 
Nach dem Finaleinzug bei den US Open reiste Zverev mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen, dafür aber ohne Matchpraxis auf Sand nach Paris. Die Woche dort hielt Licht und Schatten bereit. In der ersten Runde souverän in drei Sätzen gegen Dennis Novak, dann ein Fünfsatzkrimi gegen Pierre-Hugues Herbert und dann wieder überraschend deutlich in drei gegen Marco Cecchinato. Sein Gegenüber im Achtelfinale, Jannik Sinner, überzeugte bei seinem Roland-Garros-Debüt mit drei glatten Erfolgen. Und der Südtiroler erwischte bei sehr windigen Verhältnissen auch gegen Zverev den besseren Start, drängte den Deutschen weit in die Defensive und schnappte sich zu null schnell das Break zum 3:1.  „Sascha“ agierte zu passiv, spielte häufig nur mit und produzierte dabei zu viele Fehler.

Mitte des Satzes rief Zverev den Physio an seine Bank, leichte Erkältungssymptome schienen ihm Probleme zu machen. Davon war auf dem Platz aber wenig zu sehen, viel mehr kam der Deutsche aus seiner tiefen Position heraus nicht gut mit dem aggressiver werdenden Angriffstennis Sinners klar. Nach 42 Minuten verwandelte der erst 19-Jährige seinen dritten Satzball zum 6:3. Auch im zweiten Satz blieb Zverev, selbst bei eigenem Aufschlag, häufig weit hinter der Grundlinie und verteidigte gegen den diktierenden Sinner. Wie schon im ersten Durchgang verlor er abermals sein zweites Aufschlagspiel, dieses Mal zum 1:2. Sinner wirkte zwar nie unantastbar, blieb aber ruhig bei seinem Spiel und transportierte den Vorsprung durch den Satz. Auch Zverevs Paradeschlag, die Rückhand die Linie runter, fand zu selten ihr Ziel und so musste „Sascha“ zum erneuten 3:6 sogar ein zweites Break hinnehmen.
 
Dritter Satz: Zverev findet über den Kampf in die Partie
 
Bis zu diesem Zeitpunkt produzierte der Deutsche gerade einmal sechs direkte Gewinnschläge – bezeichnend für die defensive Haltung der Weltranglistensiebten. Im dritten Durchgang verschoben sich die Verhältnisse ein wenig. Bei Sinner wurde vor allem die Vorhand wackliger, während Zverev zumindest teilweise offensiver spielte. Zur Belohnung gab es das erste Break überhaupt zum 1:0, das sich Sinner zum 3:3 allerdings zurückholte. Die Zuschauer sahen in dieser Phase eine etwas fahrige Partie, die viel von Fehlern lebte. Bei 4:4 war es dann auf einmal Sinner, der erstmals Nerven zeigte und Zverev wie aus dem Nichts per Doppelfehler mit dem Break zum 5:4 beschenkte. Beim Ausservieren erspielte sich Zverev ein schnelles 40:0, dann gingen allerdings fünf Satzbälle in Folge flöten. Erst beim sechsten gelang ein mutiger Netzvorstoß und der erste Schritt zurück war getan.  

In Paris gewann Zverev bislang jedes einzelne der sechs Matches, die über fünf Sätze gingen. Würde heute Nummer sieben hinzukommen können? Im zweiten Spiel des vierten Satzes erhielten diese Hoffnungen einen mächtigen Dämpfer, als Zverev wieder ein frühes Break zum 0:2 einstecken musste. Doch „Sascha“ kämpfte und verwickelte Sinner in der Folge in enge Aufschlagspiele. Das Break blieb zwar zunächst aus, das Spielniveau entwickelte sich allerdings zum Besseren. Zverev übernahm jetzt immer häufiger den offensiven Part, während Sinner verteidigte und dabei teilweise spektakuläre Konter produzierte. Nach knapp drei Stunden Spielzeit servierte Sinner dann zum Match. Mit seinem ersten Matchball verwandelte er zum 6:3, 6:3, 4:6, 6:3 und bejubelte bei seinem Hauptfeld-Debüt in Paris gleich mal den Viertelfinaleinzug. 

Dort wartet am Dienstag kein Geringerer als Rafael Nadal, der sich zuvor komfortabel in drei Sätzen gegen Sebastian Korda durchsetzte.

(Bild © imago images / Paul Zimmer)

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Maximilian Bohne
am 04.10.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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