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Kvitova beendet Lauras Traumreise humorlos

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07.10.2020|13:30 Uhr|von Adrian Rehling
Kvitova beendet Lauras Traumreise humorlos

"Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte - 'Du spielst Viertelfinale in Roland Garros' - da wären mir die Herzchen aus den Augen gefallen."  So gesagt von Laura Siegemund vor dem Viertelfinale gegen Petra Kvitova.

Weitere Herzchen blieben dann allerdings aus. Kvitova, Nummer elf der Welt und in Paris bereits Halbfinalistin im Jahr 2012, zeigte eine beinahe durchweg hochkonzentrierte Leistung - und gewann am Ende verdient mit 6:3, 6:3.

Der erste Durchgang verlief in etwa so, wie es viele Experten im Vorfeld erwartet hatten. Die Tschechin zeigte sich beim eigenen Aufschlag bärenstark, hatte lange Zeit eine 100-Prozent-Quote, wenn der erste Aufschlag kam. Das Resultat: Fünf (!) Asse nach nur drei Aufschlagspielen, zweimal zu Null serviert. Und obendrein auch noch das Break zum 3:1 nach nur zwölf Minuten geholt. Was allerdings so äußerst einseitig klang, war es aber gar nicht unbedingt - denn Laura Siegemund hielt durchaus gut dagegen in vielen Ballwechseln. Aber die schnellen, die einfachen Punkte holte sich Petra Kvitova. Und so hieß es nach nur knapp einer halbe Stunde 6:3 für die Linkshänderin.

Siegemund wird merkwürdig verwarnt und muss behandelt werden

Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs legte die Favoritin mit dem Break zum 1:0 sowie einem lockeren Aufschlagspiel nach. So locker sollte es in der Folge allerdings nicht weitergehen. Beim Stand von 1:2 holte sich Siegemund mit einem starken Vorhand-Passierball ihren vierten Breakball in Serie, um diesen dann mit einem unangenehmen Rückhand-Slice durch die Mitte zu verwandeln. Der Startpunkt für ein Breakfestival, denn vier Aufschlagspiele in Serie konnte keine Akteurin ihren Service durchbringen. 

Ärgerlich für Siegemund: Beim 2:2 machte sie erst ein 0:40 zunichte, um sich dann durch eine recht merkwürdige Time-Violation von Schiedsrichterin Marijana Veljovic aus dem Konzept bringen zu lassen. Siegemund argumentierte - deutlich sichtbar - sie hätte doch gerade den Ball zum Aufschlag hochwerfen wollen. Aber alles argumentieren und diskutieren half nichts. Es folgten zwei Punkte in Serie für Kvitova. Und eine Behandlung für Siegemund, deren unterer Rückenbereich nun wieder mehr Probleme zu bereiten schien. Was in der Folge deutlich zu erkennen war: Der Aufschlagverlust zu Null, Kvitovas Service ebenfalls zu Null und ein Doppelfehler zum Abschluss besiegelten die Niederlage der Deutschen.

Die Halbfinalgegnerin Kvitovas wird im Anschluss auf dem Court Philippe-Chatrier ermittelt. In einem rein amerikanischen Duell treffen US-Open-Siegerin Sofia Kenin und Danielle Collins aufeinander. Das zweite Halbfinale steht hingegen bereits fest, dort messen sich am Donnerstag Iga Swiatek und die Überraschung aus Argentinien, Nadia Podoroska. 

(Bild (c) imago images / Paul Zimmer)

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Adrian Rehling
am 07.10.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
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Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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