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Nadal im Finale - nur noch ein Schritt zum 13. Titel

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09.10.2020|18:12 Uhr|von Dennis Ebbecke
Nadal im Finale - nur noch ein Schritt zum 13. Titel

Rafael Nadal ist nur noch einen Schritt von seinem 13. French-Open-Titel und gleichzeitig seinem 100. Sieg in Roland Garros entfernt. Der Weltranglistenzweite hat sich am Freitag im ersten Halbfinale mit 6:3, 6:3, 7:6 (0) gegen Diego Schwartzman (ATP #14) durchgesetzt und sich damit für die Rom-Niederlage aus dem September revanchiert.

Die Wahrscheinlichkeit, "Rafa" in seinem Wohnzimmer Paris zu bezwingen, ist äußerst gering. Bis dato gelang es überhaupt erst vier Spielern, dem Mallorquiner bei diesem Grand-Slam mehr als einen Satz abzunehmen - Djokovic (insgesamt sieben Sätze gegen Nadal), Federer (vier), Söderling (drei) und Isner (zwei). In das Halbfinale am Freitag ging der French-Open-Rekordchampion mit der eindrucksvollen Paris-Bilanz aus 98:2 Siegen und 292:27 Sätzen in 15 Jahren.

All diese Zahlen mögen aus Sicht von Schwartzman im ersten Moment nach einem aussichtslosen Unterfangen geklungen haben, doch es gab vor dem Duell auch Argumente, die für den Argentinier sprachen. Zum einen konnte der 28-Jährige im Viertelfinale den amtierenden US-Open-Champion Dominic Thiem aus dem Turnier nehmen, zum anderen konnte er Nadal auf Sand (!) Mitte September in Rom glatt in zwei Sätzen besiegen.

Auftakt mit ungewöhnlich vielen Breaks

Vielleicht hatten die jüngsten Erfahrungen mit dem Südamerikaner auch etwas damit zu tun, dass sich "Rafa" einen etwas holprigen Start ins Match erwischte. Sein erstes Aufschlagspiel dauerte knapp 15 Minuten, auf dem Weg zum 1:0 musste er zwei Breakbälle abwehren. Was ihm zum Auftakt noch gelang, war ihm in seinem darauffolgenden Service-Game (obwohl er zuvor per Break auf 2:0 erhöhen konnte) nicht mehr vergönnt: Schwartzman schaffte das Re-Break und zeigte, dass er seinem Gegner nichts schenken wird.

Auch wenn Nadal Schwartzman im Anschluss erneut das Aufschlagspiel zum 3:1 abnehmen konnte, war der Durchgang kein Selbstläufer. Der Argentinier machte wenige Fehler, "Rafa" konnte erst seinen dritten Satzball verwandeln.

Im zweiten Satz machte Schwartzman seine Sache ebenfalls nicht schlecht. Häufig (vielleicht sogar einen Tick zu häufig) spielte er konsequent auf die Rückhand des Spaniers, der die Bälle im Verlauf des Durchgangs jedoch immer besser lesen konnte. Bei 4:2 aus Nadals Sicht ließ dieser einige Chancen auf ein weiteres Break liegen. Letztlich wurde "Rafa" dafür allerdings nicht bestraft und konnte den Satz erneut mit 6:3 nach Hause bringen.

Trotz zwei Breaks gegen sich: Nadal beißt sich in Satz drei durch

Das vierte Spiel im dritten Satz hatte dann vorentscheidende Wirkung. Schwartzman diskutierte, sichtlich frustriert aufgrund des Ergebnisses, wiederholt mit der Schiedsrichterin über den einen oder anderen Abdruck. Damit tat sich der Weltranglisten-14. keinen Gefallen, der sein Aufschlagspiel zum 1:3 abgab. Vielleicht lief es mit Blick auf das Resultat für Nadal in diesem Halbfinale etwas zu rund, denn tatsächlich ließ der 34-jährige Routinier das Re-Break zu. Exakt dieses Break/Re-Break-Spiel wiederholten die beiden Kontrahenten im Anschluss erneut - ein Fakt, der vor allem für den tapfer agierenden Schwartzman sprach, der sich nicht geschlagen geben wollte.

Anfang des Durchgangs sah es noch so aus, als hätte der Argentinier den Glauben an sich verloren. Spätestens nach seinem gewonnenen Aufschlagspiel zum 4:4 deutete darauf nichts mehr hin. Nun war "Rafa" richtig gefordert, denn Schwartzman erlebte seine mit Abstand beste Phase im Match. Der Satz musste im Tiebreak entschieden werden, den der Spanier mit Hilfe seiner Willenskraft und Erfahrung sogar zu Null für sich entscheiden konnte. Härtetest bestanden!

Der 13. Titel bei den French Open ist für den "König von Paris" nun zum Greifen nah, wenngleich es der Final-Gegner - Novak Djokovic oder Stefanos Tsitsipas - in sich hat. Seine Roland-Garros-Bilanz vor dem Endspiel: 99:2 Siege und 295:27 Sätze!

(Bild (c) imago images / IP3press)

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Dennis Ebbecke
am 09.10.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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