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Die 0 steht! Zverev plaudert über (s)eine "Gefühlssache"

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15.10.2020|16:45 Uhr|von Henrike Maas
Die 0 steht! Zverev plaudert über (s)eine "Gefühlssache"

Über das Spiel von Alexander Zverev kann man vieles sagen, aber weniges wird so häufig diskutiert wie der Aufschlag des 23-Jährigen. Wenn er kommt, ist er eine Wucht. Wenn nicht, können sich auch schon mal die Doppelfehler zweistellig in der Matchstatistik wiederfinden. Ein Problem, dass Deutschlands Nummer 1, in den letzten Monaten aber ganz gut in den Griff bekam und auch bei seinem Erstrundenmatch in Köln gegen Fernando Verdasco nicht zeigte. Doppelfehler null konnte man nach der knappen Stunde Spielzeit, die das Match dauerte, lesen. Dazu gabs sieben Asse und eine sehr solide Punktauswertung von über achtzig Prozent sowohl hinter dem ersten als auch dem zweiten Aufschlag.

Das Gefühl muss stimmen

"Ich fühle mich wohl", war die knappe Erklärung von Alexander Zverev in der Pressekonferenz nach dem Match. Das galt fürs Duell heute, aber eben auch für die zweiten Aufschläge, die immer wieder mit mehr als 200 kmh über das Netz bretterten. Die schnellen Zweiten sind scheinbar die Lösung des US Open-Finalisten, um den wackeligen Aufschlag wieder in den Griff zu kriegen. "In Zeiten wo es halt anders war, habe ich einen Weg gesucht", erklärte der Deutsche. "Und in den wichtigen Momenten habe ich in diesen Zeiten eine größere Chance gehabt, [wenn] ich den Aufschlag mit 220 statt mit 140 ins Feld geschlagen habe. Daher kommt das so ein bisschen." Mehr Aggressivität ist also nicht nur an der Grundlinie ein Mittel, mit dem Zverev mehr Punkte generieren kann. Beim Aufschlag scheint die Taktik ebenso aufzugehen. Auch wenn der 23-Jährige einschränkend einfügte, dass er die waghalsigen zweiten Aufschläge nur dann so spielt, wenn er sich auch wirklich wohlfühlt. "Es ist eine Gefühlssache."

Nach überstandener Erkältung wieder fit

Körperlich ist die Nummer 7 der Welt ebenso wieder in Topform. Die Erkältung, die er sich bei den French Open eingefangen hatte, ist auskuriert. Als er in Köln angekommen sei, wäre es noch ein wenig da gewesen, aber nun zehn Tage später, merke er nichts mehr. "Ich habe mir eine Pause genommen und das erste Mal hier am Samstag trainiert", sagte Zverev. "Ich habe meinem Körper halt nach so einer langen Zeit [mit den US Open und den French Open, Anm. der Red.] erst mal etwas Ruhe gegeben."

In der nächsten Runde der bett1HULKS Indoors wird Alexander Zverev nun auf Lloyd Harris treffen. Der Südafrikaner ist für den Deutschen aber ein eher unbekanntes Pflaster. "Ich kenne ihn nicht, um ehrlich zu sein. Er ist zwar mein Alter, aber ich habe ihn zum ersten Mal letztes Jahr in Halle gesehen, als er gegen Mischa gespielt hat [Qualifikation R1, Anm. d. Redaktion]. Natürlich spielt er hier gutes Tennis. Er ist durch die Quali gekommen und hat daher schon ein paar Matches hinter sich und hier ein paar gute Gegner geschlagen. Mal schauen, was auf mich zukommt."

Worauf sowohl Alexander Zverev als auch Lloyd Harris weiterhin verzichten müssen, ist ein Publikum. Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Lage in Köln mussten die Veranstalter nach zwei Tagen mit Gästen nun die Matches wieder unter Ausschluss einer größeren Öffentlichkeit ausspielen lassen. Für den Lokalmatador Zverev sehr schade. "Ich freue mich ja in Deutschland zu spielen und das trifft ja auch auf die Zuschauer zu. Ich freue mich vor deutschem Publikum zu spielen", sagte der 23-Jährige in der Pressekonferenz. "Ich hoffe, vielleicht wird sich nächste Woche was ändern." Da spielt die Nummer sieben der Welt dann das zweite Turnier in Köln (bett1HULKS Championships) und hofft dort, sicher ebenfalls auf einen so guten Start wie am heutigen Donnerstag.

myTennis berichtet live von den bett1HULKS vor Ort.

(Bild © imago images / Eibner)

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Henrike Maas
am 15.10.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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