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Trotz Erkältung: Sinner liefert seinen Anteil zum möglichen Traum-Halbfinale

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23.10.2020|16:46 Uhr|von Björn Walter
Trotz Erkältung: Sinner liefert seinen Anteil zum möglichen Traum-Halbfinale

Der Himmel ist das Limit für diesen 19-Jährigen! Jannik Sinner hat seinen kometenhaften Aufstieg bei der bett1HULKS Championship in Köln fortgesetzt. Dank eines hart erarbeiteten 6:3, 0:6, 6:4-Erfolgs gegen Routinier Gilles Simon steht der Italiener zum zweiten Mal in seiner jungen Karriere im Halbfinale eines ATP-Turniers.

Dort könnte es am Samstag zur Neuauflage des French-Open-Duells mit Alexander Zverev kommen. „Sascha“, der im Achtelfinale in Paris an Sinner gescheitert war, muss allerdings noch Adrian Mannarino aus dem Weg räumen (Beginn nicht vor 18 Uhr), um den ersehnten Halbfinal-Kracher perfekt zu machen.

Sinner mit tropfender Nase zum möglichen Halbfinal-Kracher gegen Zverev

Sollte Zverev seine Viertelfinalaufgabe lösen, wartet einer der formstärksten Spieler der Saison auf die deutsche Nummer eins. Selbst eine leichte Erkältung konnte Sinner nicht stoppen. Nachdem der Youngster aus Südtirol die Atemwege während der Wechselpausen mit einem Taschentuch befreit hatte, zog er sein unwiderstehliches Powertennis von der Grundlinie auf.

Sinner fühlte den Ball perfekt auf dem Schläger und zog nach einem frühen Aufschlagverlust schnell bis auf 4:1 davon. Simon hielt zwar im Stil einer mobilen, ultraflexiblen Ballwand dagegen, den verdienten Satzgewinn des NextGen ATP-Finals-Champions von 2019 konnte er allerdings nicht verhindern.

Starkes Comeback nach "Bagel" im zweiten Durchgang

In der Folge wurde es jedoch immer augenscheinlicher, dass Sinner am heutigen Freitagnachmittag nicht in Vollbesitz seiner physischen Fähigkeiten war. Mit triefender Nase und schleppendem Schritt quälte sich der aufstrebende Rotschopf nun durch die Ballwechsel. Simon spulte sein Programm indes wie ein gut geschmiertes Uhrwerk ab und holte sich den zweiten Satz zu Null.

Kampflos wollte der spielstarke Südeuropäer allerdings nicht das Feld räumen. Trotz 0:2-Rückstand im Finaldurchgang legte Sinner noch einmal alles rein. Der unermüdliche Einsatz wurde belohnt! Dank zweier Breaks zum 2:1 und 4:3 war der Mann mit der fantastischen beidhändigen Rückhand plötzlich wieder auf der Siegerstraße. „Radio Simon“, wie Kommentator Matthias Stach den fluchenden Franzosen nannte, ging nun nach fast jedem Ballwechsel verbal aus dem Sattel.

Der in sich ruhende Italiener ließ sich davon allerdings nicht beirren. Mit dem Breakvorsprung im Rücken zog der 16 Jahre jüngere Sinner sein mutiges Tennis durch. Nach kräftezehrenden 2:34 Stunden und zwei abgewehrten Breakball zum möglichen 5:5-Ausgleich machte das Supertalent den Sack zu.

(Bild (c) imago images / Paul Zimmer

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Björn Walter
am 23.10.2020 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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