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Medvedev erreicht sein erstes Finale 2020

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07.11.2020|15:50 Uhr|von Dennis Ebbecke
Medvedev erreicht sein erstes Finale 2020

Für viele deutsche Tennis-Fans war dieses Duell nur der Vorgeschmack auf das zweite Halbfinale von Paris zwischen "Sascha" Zverev und "Rafa" Nadal. Doch auch das erste Halbfinale zwischen Daniil Medvedev und Milos Raonic hatte Höhepunkte zu bieten, auch wenn der Russe ziemlich souverän mit 6:4, 7:6 (4) sein erstes Endspiel in diesem Jahr buchen konnte.

Während Medvedev zuvor sein Viertelfinale gegen Diego Schwartzman im Eiltempo für sich entscheiden konnte, musste Raonic deutlich mehr Körner lassen und in seinem Härtetest gegen Ugo Humbert sogar Matchbälle abwehren. Ein Kräfteverschleiß war dem Kanadier am Samstagnachmittag jedoch nicht anzumerken. Gleich in seinem ersten Spiel wirkte der 29-Jährige entschlossen, zum zweiten Mal nach 2014 das Finale des Masters in der französischen Hauptstadt zu erreichen.

Satz eins: Medvedev reicht ein starkes Returnspiel

Seine zwei Asse im ersten Spiel waren ein klares Zeichen an seinen Gegner, der einen Weg finden musste, dem aufschlagstarken Nordamerikaner nicht zu viele freie Punkte zu gewähren. Folgende Prognose lag nahe: Ein Break pro Satz würde Medvedev, der in der kommenden Woche Roger Federer von Rang vier der ATP-Weltrangliste stoßen wird, voraussichtlich reichen, um den Sprung ins Finale zu schaffen. In Satz ging dieser Plan jedenfalls auf, da das Break zum 3:2 rückblickend eine vorentscheidende Wirkung hatte.

Raonic wusste, dass er im zweiten Satz eine Schippe drauflegen musste - insbesondere bei Aufschlag Medvedev, bei dem ihm etwas mehr Mut gut zu Gesicht stehen würde. Bei 4:3 aus seiner Sicht setzte der Kanadier genau dieses Vorhaben in die Tat um und konnte sich erstmals in diesem Match Breakbälle erarbeiten - und zwar gleich drei an der Zahl. Der Russe behielt in dieser so wichtigen Phase jedoch die Nerven, konnte alle Chancen seines Gegners vereiteln.

Raonic zwingt Gegner in Tiebreak - erwischt dort jedoch einen Fehlstart

Zum genau richtigen Zeitpunkt gelang es Medvedev immer besser, den Aufschlag von Raonic zu lesen. Dank starker Returns holte sich der 24-Jährige das Break zum 6:5. Das Ausservieren gelang ihm allerdings nicht, da Raonic weiterhin an sich glaubte und sich tatsächlich in den Tiebreak kämpfen konnte. Bitter für den Aufschlagriesen: Direkt in der ersten Ralley im Tiebreak spielte Medvedev die Netzkante in die Karten - Mini-Break! Danach ging alles relativ schnell. Anders als im Viertelfinale gegen Humbert konnte Raonic einen deutlichen Tiebreak-Rückstand diesmal nicht wettmachen.

Medvedev ist jedenfalls bereit für das Finale, wird sich in diesem aber noch konsequenter präsentieren müssen. Denn egal ob Nadal oder Zverev: Beide werden etwaige Unaufmerksamkeiten ihres Gegners bestrafen.

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Dennis Ebbecke
am 07.11.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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