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Grundlinien-Monster Medvedev schnappt sich Paris-Krone

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08.11.2020|17:20 Uhr|von Maximilian Bohne
Grundlinien-Monster Medvedev schnappt sich Paris-Krone

Ein großer Kampf – ein enges Spiel. Alexander Zverev hat sich im Finale des ATP-Masters von Paris einem starken Daniil Medvedev beugen müssen und damit den dritten Turniersieg in Serie verpasst. Der 23-Jährige unterlag seinem ein Jahr älteren Kontrahenten mit 7:5, 4:6, 1:6.

Aufschlag-Vorführung in Satz eins
 
Sie stehen für den Umbruch im Herren-Tennis wie wenig andere. In Paris zeigten Zverev und Medvedev eindrucksvoll warum. Mit starken Leistungen schalteten sie ohne Satzverlust Stan Wawrinka, Rafael Nadal (beide Zverev), Diego Schwartzman und Milos Raonic (beide Medvedev) aus. Kein Wunder also, dass der direkte Vergleich im Endspiel es richtig in sich hatte. Im ersten Durchgang spielten beide zunächst eindrucksvoll ihre Aufschlagstärke aus. Mit über 80% der ersten im Feld gelang es beiden, ihre Aufschlagspiele sehr souverän durchzubringen. Im Eiltempo raste der Satz dahin, der Tiebreak schien obligatorisch. Wie aus dem Nichts gelang es Zverev jedoch, sich bei 6:5 die ersten Breakchancen zu erspielen und den Sack zum 7:5 zuzumachen.
 
Im zweiten Durchgang entwickelten sich mehr und mehr Ballwechsel, die sich zunehmend zugunsten Medvedevs entwickelten. Wann immer der Aufschlag nicht mehr ausreichte, hatte der Russe die Nase vorn. Bei 1:1 musste Zverev bei eigenem Service in beinahe 15 Minuten vier Breakbälle abwehren und acht Mal über Einstand gehen, ehe er das 2:1 für sich verbuchen konnte. Ein paar Spiele später war es dann aber soweit. Mit einem feinen Stop erspielte Medvedev sich den Breakball bei 4:4, bei dem eine Rückhand „Saschas“ knapp im Aus landete. Augenblicke später servierte der Weltranglistenfünfte mit einem Ass zum Satzausgleich aus.

Medvedev kann das Momentum mitnehmen
 
Das soeben verbuchte erste Break, das zum schnellen Satzgewinn führte, verlieh Medvedev sichtlich Rückenwind. Zverev fand von der Grundlinie jetzt kaum noch ins Spiel, musste Winner um Winner hinnehmen und produzierte dazu immer mehr Fehler. Zu null breakte Medvedev zum 1:0 und Minuten später erhöhte er den Vorsprung auf 3:0. Zverev gelang es zwar noch, sich auch im dritten Satz auf die Anzeigetafel zu bringen – doch das Match war entschieden. Nach 2:07 Stunden profitierte Medvedev bei seinem zweiten Matchball von einem Doppelfehler Zverevs und bejubelte seinen ersten Titel in diesem Jahr.
 
Durch den Triumph in Paris, seinen dritten auf Masters-Ebene, löst Medvedev ab Montag Roger Federer als Nummer vier der Weltrangliste ab. Auch Zverev verbessert sich durch den Finaleinzug um eine Position und setzt sich vor Stefanos Tsitsipas auf Rang sechs der Weltrangliste.

(Bild © imago images / PanoramiC)

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Maximilian Bohne
am 08.11.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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