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Krimi in London! "KraMies" verpassen Happy End

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15.11.2020|15:20 Uhr|von Adrian Rehling
Krimi in London! "KraMies" verpassen Happy End

Knapper geht es einfach nicht. Auch bei den Finals sorgen Kevin Krawietz und Andreas Mies direkt für ein sportliches Highlight. Die Krönung bleibt allerdings leider aus.

Es war das Duell der an drei - Krawietz/Mies - und fünf - Wesley Koolhof/Nikola Mektic - gesetzten Duos. Im direkten Vergleich stand es 2:1 für die niederländisch-kroatische Kombination, allerdings konnten sich "KraMies" erst kürzlich im Halbfinale der French Open durchsetzen. Es wurde also ein knappes Duell erwartet. Und das wurde es auch. Nach drei höchstspannenden Sätzen siegten Koolhof/Mektic mit 6:7, 7:6, 10:7.

Direkt zum Auftakt musste Krawietz ein 0:40 und damit vier Breakbälle in Serie abwehren. Dies gelang, ebenso wie unmittelbar danach, als Koolhof beim 2:1 und Breakball beim zweiten Aufschlag von Andreas Mies viel zu ungefährlich agierte. Glück für die Deutschen. Beim 3:4 war es dann aber soweit, denn dieses Mal hatte der Niederländer deutlich mehr Mut - und auch das Glück auf seiner Seite. Der Aufschlag von Mies war gut, aber Koolhofs Return tropfte von der Netzkante weit hinten ins Feld. Das verdiente Break für die niederländisch-kroatische Kombination, die mehrfach an die Tür geklopft hatte und diese zum ersten Mal durchschreiten konnte. Die Antwort der beiden Deutschen hatte es allerdings in sich. Krawietz agierte handlungsschnell am Netz und ermöglichte damit den ersten Breakball für das DTB-Duo überhaupt, den Koolhof mit dem ersten Doppelfehler des Matches überhaupt "verwandelte". Es ging in den Tiebreak.

Der Tiebreak im Stenogramm

1:0 Doppelfehler Koolhof.
2:0 Gute Vorhand Krawietz, Mektic chancenlos.
3:0 Koolhof verzieht Rückhand-Return seitlich ins Aus.
3:1 Starkes Serve-and-Volley von Mektic.
3:2 Ass Mektic.
4:2 Starker Aufschlag Mies, von Krawietz am Netz verwandelt.
5:2 Mies erneut stark - diesmal nach außen - serviert, Krawietz am Netz vollendet.
5:3 Koolfhof/Mektic machen am Netz perfekt dicht.
6:3 Mies mit brutalem Return, ballt die Faust Richtung Box. Drei Satzbälle.
7:3 Mies erschmettert die Satzführung nach 58 Minuten.

Aus 5:7 mach 10:5 - Fünf-Punkte-Serie entscheidet den Krimi

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es eine ziemliche kuriose Duplizität der Ereignisse: Zuerst kassierte Mies aufgrund eines Doppelfehlers den Aufschlagverlust zum 1:2, dann wiederfuhr Mektic dasselbe Missgeschick mit einem Doppelfehler zum Rebreak. Bis zum Tiebreak blieb danach alles in der Reihe - und in diesem konnte dieses Mal die niederländisch-kroatische Kombination schnell auf 4:0 davonziehen. Kurz darauf verwandelte Mektic mit einem Ass zum 7:4 und damit zum Satzausgleich.

Der Match-Tiebreak musste also die Entscheidung bringen. Wie schon 2019 bei der ersten Finals-Teilnahme von Krawietz/Mies, als die beiden Deutschen mit 10:6 gegen Rojer/Tecau gewannen. Die Wiederholung? Blieb dieses Mal aus.

Mit dem Break zum 3:2 schafften Krawietz/Mies das erste Mini-Break, begünstigt durch einen Doppelfehler Koolhofs. Kurz darauf machte es der Niederländer allerdings deutlich besser, brachte mit einem starken Return sowie einer überlegten Vorhand durch die Mitte wieder alles in die Reihe. „Wie auf der Welt macht er das denn?“ Waren die TennisTV-Kommentatoren im Anschluss völlig aus dem Häuschen, als Krawietz einen Vorhand-Volley tief aus der Hocke irgendwie über den sich bückenden Mies hinweg ins Feld zauberte.

Mit einem weiteren überragenden Return genau ins Dreieck holte der Coburger das Mini-Break zum 7:5. Doch erneut schafften Koolhof/Mektic den Ausgleich, weil der Kroate ebenfalls einen ausgezeichneten Return auspackte. Und im Anschluss sogar das doppelte Mini-Break am Netz perfekt machte: 8:7 Koolhof/Mektic. Es gelang der vierte Punkt in Serie, Krawietz schmiss wutentbrannt den Schläger. Und unmittelbar darauf war nach einem zu lang geratenen Return von Mies die Auftaktniederlage für das deutsche Duo perfekt.

Im zweiten Match des Tages treffen ab 19 Uhr Rajeev Ram/Joe Salisburg auf Lukasz Kubot/Marcelo Melo (live bei TennisTV).

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(Bild (c) Paul Zimmer)

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Adrian Rehling
am 15.11.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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