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Willensstarker Melzer kann Fehlstart nicht verhindern

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16.11.2020|20:45 Uhr|von Dennis Ebbecke
Willensstarker Melzer kann Fehlstart nicht verhindern

Er ist angetreten, um seine großartige Karriere bei den ATP Finals 2020 zu krönen. Jürgen Melzer, der demnächst seine aktive Laufbahn beenden wird, ist mit seinem Doppel-Partner Edouard Roger-Vasselin in London mit einer Niederlage in die Gruppenphase gestartet. Das österreichisch-französische Duo verlor am Montagabend mit 7:6 (6), 1:6, 4:10 gegen Mate Pavic (Kroatien) und Bruno Soares (Brasilien).

Welch eine ereignisreiche Woche für Melzer und Roger-Vasselin, die sich erst vor wenigen Tagen mit ihrem Finaleinzug in Sofia in Last-Minute-Manier das Ticket für die Finals gesichert hatten! Auf das Endspiel beim 250er-Turnier in Bulgarien hatten die beiden dann sogar verzichtet, um einem Kräfteverschleiß vorzugbeugen.

Mit Blick auf den ersten Satz gegen die amtierenden US-Open-Sieger Pavic/Soares sollte sich diese Entscheidung durchaus auszahlen, denn Melzer/Roger-Vasselin lieferten sich mit dem Top-Doppel von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Beim Masters in Paris Anfang November waren sie im Halbfinale gegen dieselben Gegner noch als Verlierer (3:6, 6:7) vom Platz gegangen.

Drei Melzer-Punkte in Folge sorgen für den Satzgewinn

Diesmal ging es direkt im ersten Satz in den Tiebreak, da es Pavic/Soares immer wieder gelang, die Führung ihrer Kontrahenten im Satzverlauf zu egalisieren. Ein Break bekamen die Zuschauer in diesem Durchgang nicht zu sehen. Auch im Tiebreak ging es extrem eng zu. Stark von Melzer: Bei 5:6 packte der Wiener unter höchstem Druck zwei überragende Volleys sowie einen Return-Winner mit der Rückhand aus. Die drei Melzer-Punkte in Folge waren gleichbedeutend mit dem Satzgewinn.

US-Open-Sieger drehen das Match

Auch im zweiten Satz war Melzer, der mit Philipp Petzschner 2010 Wimbledon und 2011 die US Open gewinnen konnte, der Ehrgeiz anzumerken. Allerdings konnte dieser von den Gegnern schnell gebrochen werden, die nun ihrerseits in Sachen Willensstärke deutlich zugelegt hatten. Mit einem Power-Return machte Pavic das frühe Break zum 2:0 perfekt. Und dann ging alles ganz schnell: Nach nur 23 Minuten sicherten sich Pavic/Soares mit einem klaren 6:1 den Match-Tiebreak.

Zu Beginn des Match-Tiebreaks sah es danach aus, dass der Österreicher und der Franzose zurückfinden könnten. Die Hoffnung währte jedoch nicht lange, denn nach dem 3:3 nahmen die US-Open-Sieger das Heft in die Hand und siegten klar mit 10:4.

Für den ersten Sieg in der Gruppe "Bob Bryan" hatten zuvor Marcel Granollers/Horacio Zeballos verantwortlich gezeichnet, die John Peers/Michael Venus in zwei engen Sätzen bezwingen konnten. Diese Kontrahenten gilt es für Melzer und Roger-Vasselin in den kommenden Matches zu schlagen.

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(Bild © imago images / Russian Look)

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Dennis Ebbecke
am 16.11.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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