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Mit Zittersieg: Zverev müht sich zurück ins Geschäft

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18.11.2020|17:48 Uhr|von Björn Walter
Mit Zittersieg: Zverev müht sich zurück ins Geschäft

Siegen oder Fliegen – das Motto vor dem zweiten Gruppenspiel von Alexander Zverev ließ keine großen Interpretationsspielräume zu. Positiv: Der ATP Finals-Champion von 2018 hielt dem Druck stand und gewann das richtungsweisende Duell gegen Diego Schwartzman mit 6:3, 4:6, 6:3.

Das spielerische Niveau kann die deutsche Nummer eins allerdings nicht zufrieden stellen. Es war das mit Abstand schwächste Match in dieser Turnierwoche. Zverev hatte bereits nach seiner Auftaktniederlage gegen Paris-Champion Daniil Medvedev ernüchtert festgestellt: „So werde ich kein Match gewinnen.“

Zverev quält sich erfolgreich durchs Wellental

Dass diese düstere Prophezeiung nicht eingetroffen ist, lag in erster Linie an der diskreten Vorstellung seines Gegners. Schwartzman agierte vor allem im ersten Satz nicht auf dem Level, das nötig ist, um in London konkurrenzfähig zu sein. Dennoch tat sich Zverev enorm schwer, den Finals-Debütanten konsequent unter Druck zu setzen.

Beide Spieler produzierten deutlich mehr unerzwungene Fehler als Gewinnschläge. Trotz allem: Der etwas Bessere von zwei an diesem Mittwoch unterdurchschnittlichen Akteuren war Zverev. Die Nummer sieben der Welt nahm Schwartzman nach dem Break zum 1:2 zwei Mal in Folge den Aufschlag ab. Damit war die Basis für den mühsamen Satzgewinn gelegt.

„Sascha“ wahrt Halbfinal-Chancen

Die Achterbahnfahrt nahm im zweiten Durchgang ihren Lauf. Zverev suchte nun sein Heil zwar häufiger in der Offensive, die daraus resultierende 3:1-Führung gab er allerdings leichtfertig wieder aus der Hand. Davon profitierte auch Schwartzman, der dank des inkonsequenten Spiels des DTB-Profis seine Stärken nun besser zur Geltung bringen konnte. Zverev zeigte Wirkung. Aufgrund des Aufschlagverlusts zum 4:6 musste der 23-Jährige aus Hamburg Überstunden schieben.

Im Entscheidungssatz besann sich der aufschlagstarke 1,98-Meter-Mann jedoch wieder auf seine Stärken. Zverev drückte erfolgreich die Reset-Taste und erhöhte das Tempo. Der Lohn war das Break zum 3:2, das der Deutsche mit einem weiteren Break zum Matchgewinn garnierte.

In der abschließenden Gruppenpartie am Freitag gegen Novak Djokovic muss sich Zverev allerdings massiv steigern, um in die Runde der letzten vier einzuziehen. Der Serbe könnte bereits heute Abend (ab 21 Uhr live auf Sky) mit einem Zweisatzsieg gegen Daniil Medvedev das Weiterkommen sicherstellen.

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(Bild © imago images / Paul Zimmer)

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Björn Walter
am 18.11.2020 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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