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Dominic Thiem bezwingt 5-fach-Champion Djokovic

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21.11.2020|18:05 Uhr|von Adrian Rehling
Dominic Thiem bezwingt 5-fach-Champion Djokovic

Die Nummer eins gegen die Nummer drei der Welt. Besser hätte das erste Halbfinale der ATP Finals einfach nicht besetzt sein können. Und es wurde - natürlich - ein Krimi.

Der 33-jährige Novak Djokovic, fünffacher Finals-Sieger, gegen den 27-jährigen Dominic Thiem, im vergangenen nach einem Krimi unterlegener Finalist. Natürlich wurde es ein Duell auf Augenhöhe, in dem Nuancen die Entscheidung bringen mussten. Zu Gunsten von Thiem, der dank des 7:5, 6:7, 7:6 jubeln durfte.

Der Auftakt der Partie verlief noch recht unspektakulär, beim 3:2 für den „Djoker“ waren erst 17 Minuten absolviert. Dann musste der Österreicher zum ersten Mal über Einstand gehen, brachte seinen Service aber mit insgesamt drei Aufschlagwinnern durch. Auch Djokovic musste sich im Anschluss zum ersten Mal etwas strecken, machte ein 0:30 aber mit seiner Klasse wett - am Ende verwandelte er stark am Netz und ballte Faust. Weiter blieb alles in der Reihe, auch weil Thiem beim Stand von 4:5 einen Vorhand-Zauberlob auspackte, für den es selbst vom Serben anerkennenden Applaus gab.

Zum Applaudieren war dem Weltranglisten-1. im Anschluss allerdings nicht zu Mute, denn zuerst erspielte sich Thiem mit einer starken Vorhand den ersten Breakball der Partie überhaupt, ehe Djokovic am Ende einer ansehnlichen Rallye den Volley ins Netz legte. Das Break zum 6:5 für den Österreicher, der wenige Momente später mit seinem zweiten Ass den ersten Durchgang ausservierte. Einer von 14 Winnern der Nummer drei der Welt, bei „Nole“ waren es hingegen nur deren fünf.

Thiem lässt vier Matchbälle liegen - vorerst

Im zweiten Satz dann vorerst wieder das Bild der souveränen Aufschlagspiele. Beim 2:2 kratzte Thiem dann an einem weiteren Break, schlug allerdings eine vermeintlich leichte Vorhand beim Breakball ins Netz. Djokovic hielt seinen Aufschlag und hatte seines Zeichens beim 4:3 - nach einem leichten Fehler Thiems - die erste Breakmöglichkeit. Seinen langen Rückhand-Return sah der Serbe auf der Linie, doch der Ball wurde Aus gegeben - der "Djoker" wartete auf die Bestätigung vom elektronischen Hawk-Eye und musste letztlich die (korrekte) Entscheidung akzeptieren. Doch die nächsten Möglichkeiten sollten kommen: Beim 6:5 und 15:40 hatte Djokovic plötzlich zwei Satzbälle auf dem Schläger. Den ersten vergab er erneut mit einer zu lang geratenen Rückhand, den zweiten wehrte Thiem mit einem Aufschlagwinner ab. Wenig später ging es in den Tiebreak.

Der ÖTV-Profi startete mit einem Mini-Break, das nach einem Rückhand-Fehler aber wieder verspielt war. Djokovic legte drei weitere Punkte nach, machte so aus dem 0:2 ein 4:2. Doch Thiem blieb konzentriert, schaffte seinerseits einen 4:1-Lauf und hatte beim 6:5 den ersten Matchball inne. Die Antwort des Serben: Ein Aufschlagwinner zum 6:6. Doch "Domi" holte sich direkt Matchball Nummer zwei, dieses Mal mit einem für den "Djoker" unerreichbaren Passierball. Es wurde dramatisch, denn die zweite Möglichkeit auf den Finaleinzug ließ Thiem mit einem Doppelfehler liegen. Und einen starken Djokovic-Return später hieß es Satzball für den Branchenprimus. Aber auch Novak vergab die Chance mit einer seitlich verschlagenen Rückhand. 8:8. Der "Dominator" schaffte das nächste Mini-Break zum 9:8, erfightete sich mit einem Vorhand-Winner den dritten Matchball. Aber auch der war es nicht, erneut stemmte sich Djokovic erfolgreich gegen das drohende Aus. Was er im Anschluss direkt wieder tun musste, 10:9 Thiem. Nur Millimeter fehlten zum Triumph, doch eine Vorhand von Djokovic tropfte genau auf die Linie. 10:10. Und mit einem Aufschlagwinner das 11:10 für den Serben hinterher - Satzball. Nun war der Marathon-Tiebreak zu Ende, denn Djokovic drängte Thiem in die Defensive, der als Folge eine tiefe Rückhand nicht mehr über die Netzkante bekam.

Zu Beginn des dritten Satzes war dann ausnahmsweise ein wenig Durchatmen angesagt. Bis zum 4:3 für Thiem dauerte es nur etwas mehr als 20 Minuten, kein Aufschläger gab bis hierhin mehr als einen Punkt beim Service ab. Bis zum 6:6 blieb weiterhin alles in der Reihe, sodass erneut der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Wie schon im 2019er-Aufeinandertreffen. Damals der Sieger: Dominic Thiem. Heute der Sieger: Dominic Thiem dank eines 7:5 im Tiebreak. Der Triumphator jubelte: "Gegen solche Legenden zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Ich bin einfach unglaublich glücklich."

Der Endspielgegner wird ab 21 Uhr (im Livestream bei TennisTV und live im TV bei Sky) ermittelt. Dann bekommen es der Weltranglisten-2. Rafael Nadal und Daniil Medvedev zu tun. Der Spanier konnte bei den Finals noch nie triumphieren, der Russe gilt auch dank seiner 3:0-Bilanz in der Gruppenphase als der Spieler, den es zu schlagen gilt. 

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(Bild (c) imago images / Paul Zimmer)

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Adrian Rehling
am 21.11.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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