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WTA ändert Turnier-Kategorien

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04.12.2020|16:00 Uhr|von Henrike Maas
WTA ändert Turnier-Kategorien

Tennisfans müssen sich ab nächstes Jahr auf der WTA Tour an neue Turnierkategorien gewöhnen. Die Spielerorganisation der Damen hat am Mittwoch bekannt gegeben, ihre Turnierklassen an die der ATP (Spielerorganisation der Herren) anzupassen. Vorbei die Zeiten von Unterscheidungen wie "Premier 5" oder "Premier Mandatory", die vielen zu kompliziert war. 

Zukünftig gibt es nun die vier Kategorien: WTA 1000, WTA 500, WTA 250 und WTA 125. Die "WTA 1000"-Gruppe wird die vier ehemaligen "Premier Mandatory"-Turniere (Peking, Indian Wells, Madrid und Miami) sowie die fünf ehemaligen "Premier 5"-Turniere (Cincinnati, Doha, Rom, Toronto/Montreal und Wuhan) umfassen. Die "WTA 500"-Kategorie wird die ehemaligen "Premier"-Turniere beinhalten, wozu z.B. auch die Turniere in Berlin und Stuttgart gehören. Die "WTA 250"-Klasse wird die ehemalige "International"-Kategorie ablösen. Die letzte Kategorie, die "WTA 125", gibt es so bei der ATP nicht. Sie umfasst die kleinsten Turnier der WTA Tour, die ehemalige "125K"-Serie, die vom Level in etwa mit den Challengern der ATP zu vergleichen sind. 

Nur Anpassung dem Namen nach

"Die Fans reagieren wirklich auf die einheitliche Herangehensweise, die Tennis in einzigartiger Weise zu bieten hat", wird Micky Lawler, Präsident der WTA, in der Meldung zu den neuen Kategorien zitiert. "Wir sehen es am Kartenverkauf bei kombinierten Damen- und Herren-Turnieren, an den Zuschauerzahlen auf gemeinsamen Übertragungsplattformen und an der Popularität der von der WTA und der ATP gemeinsam geschaffenen Serie 'Tennis United' [...]. Mit der Annahme dieses gestrafften Turnierkategorien-Systems soll es WTA-Fans, Unternehmenspartnern und den Medien zu 100% erleichtert werden, unseren Sport zu erleben und zu verfolgen."

Mehr als eine namentliche Angleichung ist die Anpassung der Turnierkategorien zunächst allerdings nicht. Stehen bei den ATP-Kategorien die Zahlen für die Punkte, die der Sieger eines Turniers in der entsprechenden Kategorie erhält (ATP 250 = 250 Punkte für den Sieger), behält die WTA trotz der Umbenennung, die jeweiligen Punkte bei. So wird es z.B. in der "WTA 1000"-Gruppe für die vier ehemaligen "Premier Mandatory"-Events wie gewohnt und nun passend zum neuen Namen 1000 Punkte für den Sieg geben. Die fünf ehemaligen "Premier 5"-Events, die nun auch teil der "WTA 1000"-Klasse sind, vergeben aber weiterhin nur 900 Punkte für den Sieg. Ob die Punkteverteilung später noch angepasst werden soll, ist nicht bekannt. Auch das Preisgeld wird sich nicht an das Level der ATP anpassen, es sei denn ein Turnier vergibt von sich aus für Damen und Herren die gleichen Prämien (wie z.B. in Indian Wells).

Neues Logo

Nicht nur die Turnierkategorien wurden erneuert. Auch das Logo der WTA wurde neu gestaltet und gemeinsam mit der Kampagne "WTA For The Game" vorgestellt. Das Logo besteht nun, neben einer leichten Neugestaltung des bekannten WTA-Schriftzugs, auch aus der Silhouette einer Spielerin beim Aufschlag. Das Rebranding wird von verschiedenen Werbespots begleitet und findet sich bereits auf den offiziellen WTA-Kanälen wieder. So wurden auf der Website der Spielerinnenorganisation auch schon die neuen Kategorien den Turnieren zugeordnet. 

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(Bild © imago images / Icon SMI / Jeff Chevrier)

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Henrike Maas
am 04.12.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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