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Die 10 besten ATP-Matches 2020 - Platz 10: Kyrgios vs. Khachanov

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07.12.2020|10:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Die 10 besten ATP-Matches 2020 - Platz 10: Kyrgios vs. Khachanov

Zum Ausklang des coronabedingt wohl ungewöhnlichsten Tennis-Jahres der vergangenen Jahrzehnte blicken wir auf die besten Herren-Matches 2020 zurück. Die Redaktion hat eine Top 10 mit Duellen zusammengestellt, die aus unterschiedlichen Gründen in Erinnerung bleiben werden - von spielerischen Leckerbissen über spannende Tennis-Krimis bis hin zu Giganten-Matches. Der Countdown beginnt mit Platz zehn und dem Fünfsatz-Kracher zwischen Nick Kyrgios und Karen Khachanov bei den Australian Open.

Grundsätzlich gilt: Wenn bei einem Grand-Slam-Match vier von fünf Sätzen im Tiebreak entschieden werden müssen, dann muss es sich zwangsläufig um ein Duell auf Augenhöhe gehandelt haben. Und genau das trifft auf die Geschehnisse in der Melbourne Arena am 25. Januar 2020 zu. In der dritten Runde der Australian Open lieferten sich die beiden Kontrahenten einen knapp viereinhalbstündigen Fight, den letztlich Lokalmatador Kyrgios mit 6:2, 7:6 (5), 6:7 (6), 6:7 (7), 7:6 (8) für sich entscheiden konnte.

Blutender Kyrgios erhält eine Verwarnung

Das Ergebnis ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sich der Australier bereits Ende des ersten Satzes behandeln lassen musste. Auch wenn er danach nicht mehr so wirklich rund lief, avancierte das Match für ihn zu einer runden Sache - mit gewohnt vielen Assen und den typischen Irrungen und Wirrungen, die ein Tennisspiel mit Beteiligung Kyrgios' in der Regel bereithält.

Beispiel gefällig? In der entscheidenden Phase des vierten Satzes (bei 4:4) stand dem Mann aus "Down Under" das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, nachdem er vom Stuhlschiedsrichter eine Verwarnung erhalten hatte. Was war passiert? Aufschläger Kyrgios tupfte seine blutende Hand etwas zu lange mit dem Handtuch ab und kassierte dafür eine "Time Violation". Eine Entscheidung, die in diesem speziellen Fall zwar etwas zu hart erschien, wobei sich dieser Eindruck aufgrund der anschließenden typischen Kyrgios-Mätzchen gefühlt wieder relativierte.

So oder so: In Sachen Dramatik war dieses Drittrundenmatch absolut am Limit - ebenso wie Kyrgios, dem der Kräfteverschleiß und die vergebenen Matchbälle durchaus anzumerken waren. Sowohl im Tiebreak des dritten als auch des vierten Satzes hatte der Lokalmatador eine Chance ausgelassen, das Ticket für das Achtelfinale zu buchen.

33 Asse für den Kampf gegen die Buschfeuer

Diesen letzten Schritt machte Kyrgios dann im entscheidenden fünften Satz, obwohl Khachanov das Momentum eigentlich auf seiner Seite hatte. Doch im Match-Tiebreak des fünften Satzes biss sich der Australier durch, es war ein Wechselbad der Gefühle. Neben dem Erfolg im Krimi von Melbourne durfte sich Kyrgios über 33 Asse und damit 6 600 Australische Dollar freuen, die für den Kampf gegen die Buschfeuer auf dem fünften Kontinent ("Aces for Bushfire Relief") zusammengekommen waren. Die Quote seines russischen Gegners konnte sich mit 21 Assen übrigens ebenfalls sehen lassen.

Im darauffolgenden Achtelfinale gegen "Rafa" Nadal musste Kyrgios erneut zwei Tiebreaks über sich ergehen lassen, die er jedoch jeweils verlor. Nach seinem Kraftakt zuvor gegen Khachanov war gegen den Spanier einfach nicht mehr drin, der Australier scheiterte in vier Sätzen.

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(Bild (c) imago images / Uk Sports Pics Ltd / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 07.12.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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