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Cedrik-Marcel Stebe: Das Momentum liegt auf seiner Saite

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11.12.2020|11:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
Cedrik-Marcel Stebe: Das Momentum liegt auf seiner Saite

Dass Cedrik-Marcel Stebe das Momentum auf seiner Seite - und demnach auch auf seiner Schlägersaite - hat, ist auf sein starkes Saisonfinish 2020 zurückzuführen. Der DTB-Profi triumphierte im November beim ATP-Challenger im italienischen Parma - es war sein erster Titel seit knapp über drei Jahren. Der Mühlacker, der zuvor häufig mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, konnte mit diesem Sieg einen großen Schritt in Richtung Top-100-Comeback machen. Und genau das ist sein Ziel für 2021.

Auf ihren 30. Geburtstag blicken Profisportler in der Regel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil man stolz auf das bisher Geleistete sein darf. Weinend, weil einem das Ende der sportlichen Karriere ab diesem Moment zumindest näher erscheint - vorausgesetzt, man hört nicht auf den Namen Roger Federer oder Serena Williams, die sogar mit rund 40 Jahren noch auf höchstem Niveau Tennis spielen können.

Stebe in "Klub der 30er" aufgenommen

Jedenfalls gehört seit 2020 auch Stebe zum "Klub der 30er". Allerdings sollte sein runder Geburtstag am 9. Oktober eher mit Aufbruchstimmung denn mit Abschiedsgedanken einhergehen. Kein Wunder, seine schwierigste Zeit hat der DTB-Spieler bereits hinter sich gelassen. In den Jahren 2017 und 2018 stand er aufgrund einer Handgelenksverletzung, die drei Operationen nach sich zog, kaum auf dem Tennisplatz. Die frühere Nummer 71 der ATP-Weltrangliste stürzte im Ranking deutlich ab, befand sich an einem Scheideweg.

Aus heutiger Sicht lässt sich attestieren: Stebe hat den richtigen Weg eingeschlagen und sich beinahe auf den Tag genau einen Monat nach seinem 30. Geburtstag selbst beschenkt. Im Finale des Internazionali Di Tennis Citta di Parma gegen Liam BroadyFinale des Internazionali Di Tennis Citta di Parma gegen Liam Broady (6:4, 6:4) hinterließ der Deutsche einen souveränen Eindruck und spielte seine Erfahrung aus. Der insgesamt achte Challenger-Titel seiner Karriere und der erste seit Sibiu/Rumänien 2017 war perfekt. Bereits im Juli 2019 hätte die lange Wartezeit auf einen Pokal um ein Haar bereits ein Ende gehabt. Damals ließ ihm Albert Costa im Endspiel des 250er-Turniers in Gstaad jedoch keine Chance.

Ein großer Schritt in Richtung Top-100-Comeback

Diesmal lief es besser für den kämpferisch veranlagten Tennisprofi. Bereits nach seinem Halbfinalsieg witterte Stebe eine große Chance mit Blick auf die Weltrangliste: "Das ist mein letztes Turnier [in 2020]. Ich hatte eigentlich geplant, die Qualifikation in Sofia (ATP 250er-Turnier, Anm.) zu spielen. Aber ich bin glücklich, wenn ich die Saison mit einem Sieg beenden kann. Ich könnte dann auch näher an den Wiedereinzug in die Top 100 heranrücken."

Den Konjunktiv kann der spätere Sieger des Turniers inzwischen weglassen. Stebe beendet das Jahr 2020 als Weltranglisten-126. Die von ihm angestrebte Top-100-Platzierung scheint also tatsächlich zum Greifen nah. Der frischgebackene 30-Jährige kann demnach mit zwei lachenden Augen in Richtung 2021 blicken. Das Momentum liegt auf seiner Seite.

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(Bild © imago images / Hasenkopf)

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Dennis Ebbecke
am 11.12.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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