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Petra Kvitova: Das besondere Halbfinale bei den French Open

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12.12.2020|12:00 Uhr|von Henrike Maas
Petra Kvitova: Das besondere Halbfinale bei den French Open

"Zu verlieren, wird immer wehtun, aber drei Jahre nach meinem Comeback wieder im Halbfinale zu stehen, bedeutet mir alles", schrieb Petra Kvitova kurz nachdem sie bei den French Open knapp gegen Sofia Kenin verloren hatte. Es war das letzte Match der Tschechin in dieser Saison und trotz der Niederlage auch ein Sieg für die 30-Jährige. Zum einen, weil sie das erste Mal seit 2012 wieder das Halbfinale von Roland Garros erreichte, zum anderen weil dieses Grand-Slam-Turnier für immer mit einem der wichtigsten Karrieremomente von Kvitova verbunden sein wird. Spielte sie vor drei Jahren, nur sechs Monate nachdem ein Einbrecher sie mit einem Messer attackierte und an der Schlaghand schwer verletzte, in Paris das erste Mal wieder ein professionelles Tennismatch.

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Seitdem ist viel Zeit vergangen, in der sich die derzeitige Nummer 8 der Welt Schritt für Schritt wieder in den Kreis der besten Spielerinnen der Welt zurück kämpfte. Da sind Momente wie der Halbfinaleinzug bei den French Open etwas ganz besonderes. "Ich werde niemals vergessen, was passiert ist, aber ich weiß auch, wie mich [die Attacke] verändert hat. Ich habe festgestellt, was für eine große Kämpfernatur ich bin", beschrieb Petra Kvitova kürzlich in einem Interview mit dem Olympic Channel ihren Umgang mit den Ereignissen aus 2016. "Jeder Tag, an dem die Sonne scheint, denke ich mir 'Wow, ist das schön'. Wieder Tennis in den größten Stadien der Welt spielen zu können, gegen die besten Gegnerinnen. Es ist manchmal wirklich unglaublich. So schaue ich inzwischen auf die Dinge. Natürlich will ich jetzt umso mehr gewinnen und nicht verlieren. [...] Im Finale eines Grand Slams zu stehen (Australian Open 2019, Anm.), wieder im Halbfinale der French Open zu stehen, bedeutet mir daher sehr viel."

Viel aus dem Jahr gelernt

Wie sehr Petra Kvitova wieder zu den Topspielerinnen der WTA gehört, zeigte sich auch diese Saison. Denn neben dem Halbfinale bei den French Open und obwohl aufgrund der Cororna-Pandemie deutlich weniger Turniere gespielt werden konnten, erreichte die 30-Jährige gute Ergebnisse. So spielte sich die Tschechin vor der Pause ins Halbfinale von Brisbane, ins Viertelfinale der Australian Open und von St. Petersburg sowie ins Finale von Doha. Nachdem die Tour wieder aufgenommen wurde, erreichte sie die zweite Runde der Western & Southern Open (Cincinnati / New York), die vierte Runde der US Open, wo sie ein dramatisches Match gegen Shelby Rogers verlor, und eben das Halbfinale der French Open. Zudem trat sie bei einige tschechischen Exhibitions sowie beim bett1ACES-Showturnier in Berlin an.

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Also einiges, was man spielerisch für sich mitnehmen kann, auch wenn 2020 für Petra Kvitova vor allem ein Jahr war, bei dem die ehemalige Nummer 2 der Welt, persönlich einiges für sich mitgenommen hat. "Wir konnte für mehrere Monate nicht spielen, was wirklich schwer war. Aber das hat mir gezeigt, dass ich Tennis sehr vermisse, dass ich den Wettkampf und die Tour vermisse. Es war gut, das zu erkennen", sagte sie im Interview mit dem Olympic Channel. Gibt es einem dich nur einen Grund mehr, sich nun auf die kommende Saison zu fokussieren.

Ein weiterer Grund auf 2021 zu blicken: die Olympischen Spiele in Tokio. Eigentlich für dieses Jahr geplant, aber aufgrund der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben, hofft Petra Kvitova ihrer Bronzemedaille von 2016 dann 2021 eine weitere hinzufügen zu können. "Es wäre toll wenn ich in Tokio 2021 spielen würde. Ich hoffe, dass alles gut geht und ich dort wieder für mein Land antreten kann." 

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(Bild © imago images / Paul Zimmer)

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Henrike Maas
am 12.12.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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