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Was wir 2020 gerne erleben wollten

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31.12.2020|12:00 Uhr|von Henrike Maas
Was wir 2020 gerne erleben wollten

Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und ist so wohl von keinem erwartet worden. Auch wir hatten 2019 bei unserer Vorschau auf die Saison eine globale Pandemie definitiv nicht auf dem Zettel, denn sowas wünscht sich keiner und braucht auch niemand. Ein ganz normales Tennisjahr mit den üblichen Aufs und Abs - wir wären vollkommen zufrieden gewesen. Üblich gab es aber nicht in 2020, dennoch haben wir die Wunschliste von 2019die Wunschliste von 2019 noch mal hervorgekramt und geschaut: Ging etwas davon in Erfüllung?


Boris Becker sollte Trainer von Alexander Zverev werden

Unser erster Wunsch war, dass Boris Becker Trainer von Alexander Zverev wird. Deutschlands Nummer eins bei den Herren hatte 2019 ein ziemlich holpriges Jahr erlebt und wir hatten uns in Becker eine Verstärkung erhofft, die Zverev besonders bei den Grand Slams weiterbringt. Diese Verstärkung ist inzwischen in Form des Spaniers David Ferrer, ehemalige Nummer drei der Welt, im Team und hat mit dem Erreichen von Alexander Zverevs erstem Grand Slam-Finale (US Open) scheinbar genau den gewünschten Effekt. Im Juli 2020 hatten die beiden zunächst eine zweiwöchige Testphase verbracht, ehe dann eine Zusammenarbeit bis mindestens Ende dieses Jahres vereinbart wurde. Es ist davon auszugehen, dass Alexander Zverev weiter mit David Ferrer wird zusammenarbeiten wollen. Unser Wunsch wurde also, wenn auch mit etwas anderen Protagonisten, durchaus erfüllt.

Ein erstmaliger Grand Slam-Sieger bei den Herren

Das besagte erste Grand Slam-Finale, das Alexander Zverev in diesem Jahr auch mit der Hilfe von David Ferrer erreichte, hat uns übrigens unseren zweiten Wunsch erfüllt. Nicht, weil wir Zverev das Finale verlieren sehen wollten, sondern weil wir auf einen erstmaligen Grand Slam-Champion bei den Herren gehofft hatten. So gern wir die "Big 3" - Djokovic, Nadal und Federer - siegen sehen, ein wenig frischer Wind schien uns langsam angebracht. Dieser ist dann in Form von Dominic Thiem bei den US Open über den Platz gefegt und hat sich in einem dramatischen Fünf-Satz-Finale den ersten Major-Titel der Karriere geholt. Die Replik der Trophäe hat es inzwischen nach Österreich geschafft und soll zukünftig sicher nicht alleine bleiben. 

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Doppel-Triumph für Julia Görges

Ein anderer Wunsch in Sachen Grand Slam wurde uns leider nicht erfüllt. Der Doppel-Triumph für Julia Görges blieb aus. An der Seite von ihrer guten Freundin Ashleigh Barty, Nummer eins der Damen, hatte "Jule" besonders bei den großen Turnieren antreten wollen, doch es kam anders. Nach einer Niederlage in der zweiten Runde der Australian Open zwang die Corona-Pandemie dem Plan dann erst Mal ein Ende auf. Inzwischen ist Görges ganz vom Tennis zurückgetreten, sodass der Grand Slam-Titel ein Wunsch bleiben wird. Die tolle Karriere von Julia Görges kann dieser Umstand aber nicht schmälern. 

Eine "deutsche" Tennis-Medaille in Tokio

Durch den Rücktritt von "Jule" wird es auch mit der Doppel-Medaille bei den Olympischen Spielen an der Seite von Kevin Krawietz nichts. Die beiden hatten es dieses Jahr in Tokio eigentlich versuchen wollen und wir hätten Mixed-Gold natürlich mit Kusshand genommen. Aber auch jede andere Tennis-Medaille aus Tokio wäre willkommen gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Spiele nun auf 2021 vertagt, sodass wir unseren Wunsch einfach ebenfalls um eine Saison verschieben. Gold im Herren-Doppel z.B. wäre ja auch was. 

Erfolgreiches Rasentennis in Deutschland

Auch der Wunsch nach erfolgreichem Rasentennis in Deutschland wandert einfach nach 2021. Denn die beiden neuen WTA-Rasenturniere in Berlin und Bad Homburg konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Ganz ohne Ballwechsel auf grünem Grund musste man aber nicht auskommen. So wurde im Steffi-Graf-Stadion der neue Centercourt per Exhibition-Turnier eingeweiht und auch beim Turnier in Bad Homburg wagte man sich zumindest symbolisch schon mal aufs satte Grün. Tolle Bilder, die im nächsten Jahr dann hoffentlich auch mit tollem Tennis garniert werden.

Andy Murray zurück in den Top 10 und Roger Federer hängt noch (mindestens) drei Jahre dran

So sehr wir uns etwas mehr Durchmischung bei den Grand Slam-Siegern erhofft hatten, ohne die "Big 3" und großen Namen sollte es dann doch noch nicht in die Tennissaison gehen. Kein Wunder also, dass wir uns Andy Murray zurück in die Top 10 und Roger Federer noch lange über die Courts der Welt spielen sehen wollten. So ganz geklappt hat das leider nicht. Murray, der aufgrund einer Hüft-OP schon fast ganz weg vom Profi-Tennis war, musste zu Beginn des Jahres einen kleinen Rückschlag hinnehmen und konnte erst im letzten Drittel der Saison wieder auf die Tour zurückkehren. Roger Federer musste nach dem Erreichen des Halbfinals der Australian Open aufgrund zweier Knie-OPs die Saison schon vor der Corona-Pause beenden. Die Rückkehr des Schweizers ist fürs Frühjahr 2021 geplant. So machen wir auch hier einfach aus der 20 eine 21 und verschieben dies Wünsche ins kommende Jahr.

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(Bild © imago images / PRiME Media Images / Andy Rowland)

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Henrike Maas
am 31.12.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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