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Wir verraten Euch, wer 2021 die Grand Slams gewinnt

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02.01.2021|12:10 Uhr|von Christian Schwell
Wir verraten Euch, wer 2021 die Grand Slams gewinnt

Wer wird 2021 im Tennis die wirklich wichtigen Titel einheimsen können? Nach Adrian Rehling (hierhier) und Maximilian Bohne (hierhier) bin ich im dritten Teil unserer Redaktions-Tipprunde an der Reihe, einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Nun denn, hier also meine bunte Mischung aus üblichen Verdächtigen und Grand-Slam-Ersttätern. Und Täterinnen, natürlich.

Australian Open

In Australien setze ich bei den Herren gleich auf einen solchen, und zwar in der Person von Daniil Medvedev. Der hat schon vor zwei Jahren in Melbourne sein bis dahin bestes Grand-Slam-Turnier gespielt und bei seiner Niederlage in Runde vier gegen den späteren Sieger Novak Djokovic damals mich schon extrem beeindruckt, weil er lange in der Lage war, den zermürbenden Grundlinien-Stil des Serben einfach mitzugehen. Auch letztes Jahr ging es für ihn dort bis ins Achtelfinale. Seitdem ist er nur noch besser und abgebrühter geworden, hat zuletzt im Saisonfinale 2020 komplett überzeugt.  Ob es mit, ohne oder gar gegen die Zuschauer zur Sache geht, das ist für den Stoiker unter den Weltklasseprofis außerdem offensichtlich ziemlich egal. Und so wird er sich auch mit den wie auch immer gearteten Rahmenbedingungen in Melbourne anfreunden können.

Bei den Damen glaube ich beim ersten Grand Slam dieses Jahres dagegen an eine, die das Turnier schon mal gewonnen hat. Naomi Osaka ist die Australian-Open-Siegerin von 2019, was für mich aber als Eindruck noch entscheidender ist: Die Art und Weise, in der sie - auch unter großem persönlichem Druck - die US Open 2020 für sich entschieden hat, wie sie es dort geschafft hat, sich in Matches extrem zu steigern, hat mich komplett überzeugt.   

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Roland-Garros 

Rafael Nadal. Das muss ich doch nicht erklären, oder? Die Plätze in Paris sind einfach für den Mallorquiner gemacht, egal was er in der Sand-Vorbereitung sonst so veranstaltet. 

(Noch) nicht gemacht sind die Sandplätze dort dagegen für meinen Australien-Tipp Naomi Osaka. Die braucht meiner Meinung nach noch ein paar Jahre, um ihren Hartplatz-Stil, insbesondere die Beinarbeit, an rote Asche zu adaptieren. Auf der setzte ich eher auf die Routine der Rumänin Simona Halep.  Die erreicht in den letzten Jahren in Paris konstant die zweite Woche, 2021 reicht es wie 2018 wieder zum ganz großen Wurf.

Wimbledon

So sehr ich Roger Federer 2021 ein ähnlich triumphales Comeback gönnen würde, wie er es 2017 hingelegt hat: Um ehrlich zu sein, fehlt mir dazu im Moment ein wenig der Glaube. Wenn er 2021 auf die Tour zurückkehrt, wird die Pause deutlich länger gewesen sein als vor 2017, es gab diesmal gleich zwei Eingriffe am Knie und die Zeit ist leider auch für Roger nicht stehen geblieben.  Wer sich über diese Einschätzung ärgert, dem sei zum Trost gesagt: Immerhin würde es mich bei Federer am wenigsten überraschen, wenn er mich wie so oft zuvor überraschen würde. Im Moment ist mein Favorit auf den Wimbledon-Triumph 2021 aber der Titelverteidiger von 2019, Novak Djokovic.

Bei den Damen ist die Situation nicht ganz unähnlich: Auch für Serena Williams wird es nicht leichter, ihren bisher sieben Titeln an der Church Road einen achten hinzuzufügen. Bei ihr ist eher der Kopf das Problem, in den letzten Jahren gelang es ihr nicht, in den entscheidenden Matches ihr bestes Tennis abzurufen. Vielleicht hilft es ihr diesmal, dass in Wimbledon alles etwas schneller geht. Weniger Zeit zum Nachdenken über Grand Slam-Titel Nummer 24 bringt genau den. Fände ich fast so gut wie Serena, denn der Spannungsbogen dieser Geschichte zieht sich langsam aber sicher wie Kaugummi.   

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US Open

In New York gab es seit 2008 (Roger Federer) keine Titelverteidigung mehr bei den Herren. Wird mal wieder Zeit, das zu ändern. Mir gefällt der Gedanke, dass Dominic Thiem, dem viele Nörgler lange - wenn überhaupt - nur auf Sand einen ganz großen Coup zugetraut haben, sich einen zweiten Hartplatz-Slam holt.

Karolina Pliskova läuft dagegen dem Erfolg bei einem der großen vier Turniere schon seit Jahren erfolglos hinterher. Eigentlich war die Tschechin schon oft "dran", sich zu einem Grand Slam zu servieren, geklappt hat es bisher nie. Eigentlich werden die Chancen mit einer starken nachrückenden Generation nicht größer, aber das könnte den Druck auch etwas nehmen. Deswegen: Pliskova wird die US Open gewinnen, weil die Außenseiterinnen-Rolle den Arm locker macht.   

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(Bilder © imago images)

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Christian Schwell
am 02.01.2021 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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PROFIS AUS DEM BEITRAG

Naomi Osaka
Japan Naomi Osaka WTA #3
Dominic Thiem
Austria Dominic Thiem ATP #3
Simona Halep
Romania Simona Halep WTA #2
Karolina Pliskova
Czech Republic Karolina Pliskova WTA #6
Rafael Nadal
Spain Rafael Nadal ATP #2
Novak Djokovic
Serbia Novak Djokovic ATP #1
Serena Williams
USA Serena Williams WTA #11
Daniil Medvedev
Russia Daniil Medvedev ATP #4