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Rekord-Finale in Melbourne - Als Djokovic Nadal niederrang

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29.01.2021|10:00 Uhr|von Henrike Maas
Rekord-Finale in Melbourne - Als Djokovic Nadal niederrang

"Guten Morgen an alle". So begrüßte Rafael Nadal die Fans in der Rod Laver Arena, morgens um ca. 2 Uhr in der Früh, als die Siegerehrung für das Herrenfinale der Australian Open 2012 endlich bei der Trophäenübergabe angekommen war. An diesem Morgen ging Nadal als Verlierer vom Platz, nachdem er mit Novak Djokovic in einem atemberaubenden Finale 5 Stunden und 53 Minuten lang um den Titel gerungen hatte. Eine Rekordzeit, die dieses Match bis heute zum längsten Grand-Slam-Finale der Herren insgesamt macht. Es übertraf das bis zu dem Punkt längste Grand-Slam-Finale der Herren zwischen Mats Wilander und Ivan Lendl (US Open, 1988, 4:54 Stunden) um eine satte Stunde.

Achterbahnfahrt zum Titelgewinn

Eine Stunde mehr gefüllt mit Wahnsinns-Tennis, das teilweise einer wilden Achterbahnfahrt glich. Den schwächeren Start erwischte dabei der spätere Sieger Djokovic, der nach seinem anstrengenden 5-Satz-Halbfinale gegen Andy Murray zunächst nicht richtig in Schwung kam. Mit 7:5 ging der erste Satz an Nadal, der diesen Vorsprung aber nicht ausnutzen konnte. Denn nun drehte Djokovic auf, nahm dem Spanier die nächsten zwei Sätze ab und hatte auch in Durchgang vier Chancen auf einen Break. Doch diese ließ der Serbe liegen und musste nach einer kurzen Regenunterbrechung zusehen, wie Rafael Nadal das Match im Tiebreak dann doch noch in den finalen Durchgang trug. Nun rollte wiederum "Rafa" und hatte mit einem Break Vorsprung den Sieg schon fast auf dem Schläger. Doch ab dem 2:4 kämpfte sich Novak Djokovic wieder ran und ließ sich auch von einem verlorenen 31-Schläge-Ballwechsel, dem längsten der Partie, nicht aus der Ruhe bringen. Nach 5 Stunden 53 Minuten verwandelte der damals 24-Jährige um 1:37 Ortszeit seinen ersten Matchball und gewann mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5), 7:5 das Marathon-Finale.

Großer Sportsgeist

Doch nicht nur das Match ging um die Welt, sondern auch die Siegerehrung blieb in Erinnerung. Zum einen, weil sie wie das ganze Match von großem Respekt und Sportsgeist geprägt war, zum anderen weil sie das Bild des Abends lieferte. Denn während die Sponsoren und Turnierverantwortlichen noch ihre obligatorischen und schier endlos erscheinenden Reden hielten, erbarmten sich irgendwann die Organisatoren mit Djokovic und Nadal und reichten den beiden sichtlich krampfenden Spielern Stühle und Wasser, damit sie im Sitzen auf ihre Trophäen warten konnten. Nach 5 Stunde 53 Minuten Hochleistungstennis und einem der spektakulärsten Matches der Australian Open, das mindeste was man für die beiden tun konnte. 

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(Bild © imago images / Schreyer)

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Henrike Maas
am 29.01.2021 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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