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Deutschland schlägt Kanada! "Struffi" & "Sascha" glänzen

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03.02.2021|07:00 Uhr|von Maximilian Bohne
Deutschland schlägt Kanada! "Struffi" & "Sascha" glänzen

Der Traumauftakt ist gelungen! Mit zwei starken Leistungen haben Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev ihre beiden Einzel im ATP-Cup-Duell von Team Germany und Kanada gewonnen. "Struffi" und Kevin Krawietz unterlagen im abschließenden Doppel. 

Zunächst brachte Jan-Lennard Struff das Team von Kapitän Mischa Zverev mit einem Erfolg über Milos Raonic in Führung. Im Anschluss legte Zverev in einem beinahe dreistündigen Krimi nach. In seinem ersten Match 2021 zwang der Hamburger Denis Shapovalov in einer hochunterhaltsamen Partie in die Knie. So lief die schwarz-rot-goldene Nacht. 

„Struffi“ wehrt Raonic-Power ab – und behält im Tiebreak die Nerven
 
Es war keine leichte Aufgabe, die „Struffi“ zum Start der ersten deutschen Begegnung in Melbourne erwartete. Raonic, die aktuelle Nummer 15 der Welt, stellte bereits am Vortag im ersten Gruppenspiel gegen Serbien (6:3, 6:4 gegen Dusan Lajovic) eine ordentliche Frühform unter Beweis. Der Deutsche blieb aber von Beginn an konzentriert und trotzte dem großen Druck seines Gegenübers in der Anfangsphase mit guten ersten Aufschlägen. Bei 2:3 hatte Struff etwas Glück, als ein fast schon sicher verlorener Ballwechsel bei 30:30 wiederholt werden musste, weil dem Weltranglisten-37. ein Ball aus der Tasche fiel. So blieben Breakbälle weiter Mangelware und wenig später fanden sich die Akteure im Tiebreak wieder. Jetzt war es Struff, der gute Returns lang im Feld platzierte und obendrein vom ein oder anderen Nervositätsfehler des ehemaligen Wimbledon-Finalisten profitierte. Mit 7:4 brachte „Struffi“ den Satz schließlich unter Dach und Fach.
 
Der zweite Satz brachte etwas mehr Dynamik in die Aufschlagspiele der beiden Aufschlagriesen. Zunächst schnupperte Raonic am ersten Break. Doch Struff bearbeitete die schwächelnde Rückhand Raonics clever, wehrte ab und schlug sofort selber zum 2:0 zu. Zwar folgte nach einem schwachen Aufschlagspiel des Deutschen prompt das Rebreak, in der Folge blieb Struff aber der dominantere Spieler. Bei 4:3 boten sich dann gleich fünf Möglichkeiten, das entscheidende Break zu landen, doch das Glück war in dieser Phase auf der Seite des Kanadiers. Eine Rückhand-Longline landete knapp im Aus, ein Netzroller eliminierte eine weitere Gelegenheit.

Zweiter Tiebreak bringt Deutschland in Führung
 
So musste auch der zweite Durchgang im Tiebreak entschieden werden. Erneut erwischte "Struffi" den brillanten Start. Nach einem starken Return gefolgt von einem Vorhand-Winner stand ein schnelles 3:0 auf der Anzeigetafel, das der 30-Jährige schnell zum 5:0 ausbaute. Ein weiterer unerzwungener Fehler Raonics brachte fünf Matchbälle für Struff, deren zweiten der Deutsche zur Begeisterung des ganzen DTB-Teams mit einem Ass zum 7:6 (4), 7:6 (2) verwandelte. 

Als nächstes betrat Deutschlands Nummer eins die Rod Laver Arena. In seinem ersten Match des Jahres begann „Sascha“ bei eigenem Aufschlag konzentriert und solide, ohne das große Feuerwerk abzubrennen. Doch auch Shapovalov, der bereits am Dienstag gegen Novak Djokovic (5:7, 5:7) auf dem Platz stand, ließ in seinen Aufschlagspielen wenig anbrennen. Auf gutem Niveau schoben sich die Akteure Kopf-an-Kopf durch den Satz, suchten dabei immer wieder den Weg ans Netz und boten den anwesenden Zuschauern unterhaltsames Offensivtennis. Im Tiebreak lief Zverev einem frühen Mini-Break für „Shapo“ hinterher, konnte den Rückstand aber nicht mehr egalisieren. Mit 7:6 (5) schnappte der Kanadier sich den ersten Durchgang, nachdem beim dritten Satzball eine Vorhand Zverevs knapp ins Aus segelte.  

Im zweiten Durchgang erlangte der DTB-Star erstmals echten Zugriff auf Shapovalovs Aufschlagspiele. Mit einem fantastischen Rückhand-Return-Winner schnappte Zverev sich das erste Break des Matches zur 3:1-Führung. Mit vielen Aufschlägen – ersten wie zweiten – weit jenseits der 200 Stundenkilometer rettete „Sascha“ den Vorsprung in seinen folgenden beiden Aufschlagspielen vor dem Rebreak. Wenig später verwandelte der Hamburger mit einem krachenden Schmetterball zum 6:3-Satzausgleich für Team Germany.

Satz 3: Zverev lässt erst Chancen liegen und schlägt dann eiskalt zu
 
Der Entscheidungsdurchgang hatte es so richtig in sich. Bei immer länger werdenden, intensiven Ballwechseln machte das Niveau noch einmal einen gewaltigen Sprung nach oben. Zverev zeigte aus der Defensive heraus geniale Passierbälle, Shapovalov glänzte unter Druck mit vielen klugen Entscheidungen und wehrte einige Breakbälle ab. Nach bereits über 2:40 Stunden Spielzeit erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Zverev erspielte sich zwei weitere Breakbälle – inzwischen den sechsten und siebten des Satzes – die Shapovalov mit zwei starken Netzangriffen abwehrte, ehe der Weltranglistenzwölfte einen krachenden Rückhand-Passierball folgen ließ.
 
Wenige Minuten später stand fest: Der Tiebreak musste einmal mehr entscheiden. Mit einem Doppelfehler schenkte Zverev erneut ein frühes Mini-Break ab. Doch dieses Mal erwiderte Shapovalov den Gefallen mit einem einfachen Vorhand-Fehler, - 3:3. Und der Kanadier legte mit einem Doppelfehler noch ein Bonuspräsent obendrauf. Bei 5:4 und eigenem Aufschlag hatte Zverev nun alle Trümpfe in der Hand. Mit zwei Assen verwandelte der Deutsche nach 2:55 Stunden eiskalt zum 6 (5):7, 6:3, 7:6 (4).

Im abschließenden Doppel unterlagen Struff und Krawietz gegen Dietz/Polansky im Triple-Tiebreak mit 6:7, 7:6, 3:10. "Struffi" ersetzte den ursprünglich vorgesehenen Andreas Mies, den leichte Knie- und Schulterprobleme plagen. 

Am Donnerstag (ab 0:00, live bei Sky und TennisTV) trifft Deutschland im entscheidenden Spiel der Gruppe A nun auf Serbien. Das Team um den Weltranglistenersten Novak Djokovic hatte sich bereits am Dienstag mit 2:1 gegen Kanada durchgesetzt. 

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(Bild © imago images)

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Maximilian Bohne
am 03.02.2021 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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PROFIS AUS DEM BEITRAG

Kevin Krawietz
Germany Kevin Krawietz ATP #<500
Denis Shapovalov
Canada Denis Shapovalov ATP #11
Milos Raonic
Canada Milos Raonic ATP #14
Alexander Zverev
Germany Alexander Zverev ATP #7
Jan-Lennard Struff
Germany Jan-Lennard Struff ATP #37