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Krawietz/Hanfmann: Wie gut harmoniert das deutsche Ersatz-Doppel?

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04.02.2021|15:40 Uhr|von Dennis Ebbecke
Krawietz/Hanfmann: Wie gut harmoniert das deutsche Ersatz-Doppel?

Während die Tennis-Welt aufgrund der Corona-Infektion eines Hotel-Mitarbeiters in Melbourne um die Austragung der Australian Open 2021 bangt, steht eines leider fest: Andreas Mies wird beim ersten Grand Slam des Jahres definitiv nicht an der Seite seines Doppel-Partners Kevin Krawietz aufschlagen könnenAndreas Mies wird beim ersten Grand Slam des Jahres definitiv nicht an der Seite seines Doppel-Partners Kevin Krawietz aufschlagen können. Seine Knieverletzung hat das kongeniale DTB-Duo vorerst gesprengt. Anstelle von Mies wird Yannick Hanfmann mit Krawietz gemeinsame Sache machen.

Doch wie gut passen Krawietz/Hanfmann eigentlich zusammen und können die beiden als Doppel-Partner überhaupt ausreichend Erfahrung aufweisen, um sich gegen die starke Konkurrenz zu behaupten? Letztere Frage ist relativ einfach zu beantworten: Die Zusammenarbeit bedeutend für den Coburger und den Karlsruher kein Neuland. Die zwei DTB-Profis kennen sich gut - nicht zuletzt, weil sie bereits vor ein paar Jahren Seite an Seite auf dem Tennisplatz standen. Und das durchaus erfolgreich!

Krawietz/Hanfmann können bereits Doppel-Titel aufweisen

So konnte das Duo Krawietz/Hanfmann im April 2018 innerhalb von gut einer Woche gleich zwei Challenger-Turniere für sich entscheiden. Auf dem Weg zu ihren Triumphen in Panama und Mexiko konnten sie sogar den einen oder anderen erfahrenen Doppel-Spieler, etwa Ante Pavic aus Kroatien, ärgern.

Allerdings lassen diese Erfolge von damals kaum handfeste Aufschlüsse zu. Seither ist viel Zeit vergangen, und insbesondere Krawietz' Spielweise ist stark auf die seines regulären Doppel-Partners Mies abgestimmt. Kein Wunder, schließlich konnten die beiden in den vergangenen Jahren gemeinsam Großes erreichen. Nach ihren French-Open-Titeln 2019 und 2020 hatte Krawietz gegenüber myTennis angekündigt, im Falle eines Triumphes bei den Australian Open "in den Yarra River springen"bei den Australian Open "in den Yarra River springen" zu wollen. Dieser Plan ist aufgrund der Mies-Absage nun im wahrsten Sinne des Wortes ins Wassser gefallen - zumindest für den Moment.

Geringe Erwartungshaltung, große Ausbeute?

Dass Krawietz am Ende Hand in Hand mit Hanfmann (und dem Pokal) in den größten Fluss Melbournes springen wird, darf man nicht verlangen - auch wenn der Wunsch nach dem ersten deutschen Australian-Open-Sieg seit fünf Jahren (Kerber 2016) zweifelsohne vorhanden ist. Aber vielleicht liegt genau darin die kleine Chance für Krawietz/Hanfmann. Während der Druck auf ihn und Mies durchaus groß gewesen wäre, hält sich die Erwartungshaltung mit Blick auf die fehlende gemeinsame Spielpraxis des neuen deutschen Doppels in Grenzen.

Dem 29-jährigen Hanfmann, der bei einem Grand Slam bis dato noch nie über die erste Runde hinausgekommen ist, wird es nicht an der nötigen Motivation fehlen. Diese zusätzliche Bühne könnte ihm durchaus gut tun. Und der gleichaltrige Krawietz hat aktuell beim ATP Cup an der Seite von Mies-Ersatzmann Jan-Lennard Struff gezeigt, dass er auch mit anderen Partnern an seiner Seite mit der Filzkugel umzugehen weiß - auch wenn es gegen Kanada (Polansky/Diez) im Match-Tiebreak nicht zu einem Sieg reichen sollte.

In der Doppel-Weltrangliste trennen Krawietz (#19) und Hanfmann (#893) derzeit Welten. Das hat mit Blick auf Letzteren allerdings nicht viel zusagen, denn der Karlsruher hat sich in der jüngeren Vergangenheit eher auf das Einzel konzentriert. Im vergangenen Jahr versuchte er sich im Doppel mit Mats Moraing bei den German Open, die beiden scheiterten jedoch in Runde eins. Nun wird Hanfmann in Melbourne ins kalte Wasser geworfen. Und wer weiß: Vielleicht springt er auch von ganz alleine in den Yarra River!

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(Bild © imago images / GEPA pictures / Eibner Europa / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 04.02.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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