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Die besonderen Stimmen hinter dem Hawk-Eye

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09.02.2021|17:50 Uhr|von Henrike Maas
Die besonderen Stimmen hinter dem Hawk-Eye

Auch bei den Australian Open gibt es in diesem Jahr keine Linienrichter am Platz. Ähnlich wie bei anderen Turnieren zuvor verzichtet man aufgrund der Corona-Pandemie auf das Linienpersonal, um möglichst wenige Personen auf der Anlage in Melbourne zu haben. Dafür ist auf allen Plätzen ein Hawk-Eye installiert, das mithilfe von Kameras und Computer die Linienentscheidungen übernimmt. Damit sind die Australian Open der erste Grand Slam, der die elektronische Linienüberwachung auf allen Plätzen einsetzt. Bei den US Open 2020 hatten auf den großen Plätzen noch Linienrichter gestanden. 

Stimmen von Ersthelfern

Neu und besonders ist aber nicht nur die Nutzung des Systems auf allen Plätzen, sondern auch der Sound des Hawk-Eye. Denn anders als sonst kommen die Rufe "Out", "Fault" oder "Foot Fault" dieses Jahr nicht vom Computer, sondern wurden u.a. von Mitarbeitern der verschiedenen australischen Rettungsdienste wie z.B. der Feuerwehr, Rettungsschwimmern oder von Helfern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesprochen. Insgesamt acht Männer und Frauen wurden für das "Behind the Line"-Projekt ausgewählt und kommen aus ganz Australien.

"Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier, bei dem das elektronische Linienüberwachungssystem in Echtzeit auf allen Plätzen, auch in den großen Stadien, eingeführt wird", sagte Australian-Open-Turnierdirektor Craig Tiley zu der Aktion. "Ich freue mich, dass diese Initiative auch dazu beitragen wird, ein Licht auf diejenigen zu werfen, die unermüdlich und so oft unerkannt für die Sicherheit und Gesundheit unserer Gemeinschaft arbeiten."

Kameras überwachen die Linien

Die rein elektronische Überwachung der Linien ist inzwischen ein gewohntes Bild. Mehrere Kameras und ein Computersystem überwachen die Linien, treffen eine Entscheidung und spielen in Echtzeit einen entsprechenden Call ein. Besonders enge Entscheidungen ("close call") werden standardmäßig auf einem großen Bildschirm am Platz eingeblendet. Wird eine Entscheidung nicht eingeblendet, kann ein Spieler oder eine Spielerin sich den Ball noch einmal zeigen lassen, ist dabei aber auf die Zustimmung des Stuhlschiedsrichters angewiesen. Als "Close Call" gelten in Ballwechseln Abstände von 150 Millimetern oder weniger, bei Aufschlägen 50 Millimeter oder weniger, wie AP berichtet.

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(Bild © imago images / AAP)

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Henrike Maas
am 09.02.2021 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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