Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Fünfsatz-Wahnsinn! Thiem und Kyrgios verwandeln Melbourne in ein Tollhaus

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
12.02.2021|12:40 Uhr|von Björn Walter
Fünfsatz-Wahnsinn! Thiem und Kyrgios verwandeln Melbourne in ein Tollhaus

Tennis-Feiertag in Melbourne! Dominic Thiem und Nick Kyrgios haben die Fans dieses genialen Sports mit einem Fünfsatz-Krimi der Extra-Klasse verwöhnt. Österreichs Superstar trat dabei als Entfesslungskünstler in Erscheinung. Die Nummer drei der Welt gab sich trotz 0:2-Satzrückstand nie auf. Mit 4:6, 4:6, 6:3, 6:4, 6:4 gewann der amtierende US-Open-Champion das elektrisierende Drittrundenduell gegen den australischen Tennis-Entertainer.

Dabei verwandelten Thiem und Kyrgios die John Cain Arena in ein Tollhaus. Zunächst mit klaren Vorteilen für den 25-jährigen Außenseiter. Wie schon bei Kyrgios‘ Fünfsatz-Krimi gegen den Franzosen Ugo Humbert schwappte die Stimmung vom Court auf die fast vollbesetzten Tribünen über.

Davis-Cup-Atmosphäre vor dem Lockdown in Melbourne

Wunderschöne Bilder, auf die wir in den nächsten Tagen leider verzichten müssen. Wegen des Corona-Ausbruchs in einem Flughafen-Hotel in Melbourne gilt in der australischen Metropole wieder ein fünftägiger Lockdown. Bis einschließlich Mittwoch sind auf der Anlage keine Fans zugelassen.

Zuvor sorgten Kyrgios und Thiem allerdings noch einmal für Davis-Cup-Atmosphäre im weiten Rund. Der Funke sprang gleich zu Beginn über. Nach dem frühen Break ging der Weltranglisten-47. emotional aus dem Sattel und riss die Massen mit.

Es war eine, abgesehen von kleineren Provokationen, faire Auseinandersetzung. Freunde werden die ungleichen Kontrahenten wohl jedoch keine mehr. Kyrgios hatte in einem Dialog mit Andy Murray einst über Thiem gesagt: „Ich trinke gerne mal einen Cocktail. Er schaut lieber der Farbe beim Trocknen zu.“

Kyrgios mit Aufschlag von unten zum Satzgewinn

Ein Langweiler war dieses Match allerdings zu keinem Zeitpunkt. Kyrgios spielte vor allem in den ersten zwei Sätzen wie aus einem Guss. Mit knallharten Aufschlägen, hervorragenden Netzangriffen und frechen Einlagen nutzte er die Passivität des Weltranglistendritten aus. Höhepunkt: Ein Aufschlag von unten zur 2:0-Satzführung. Zuvor hatte Kyrgios das vorentscheidende Break zum 5:4 frenetisch gefeiert. Wie schon in Durchgang eins genügte ihm der knappe Vorsprung zum Satzgewinn.

Thiem musste jetzt reagieren. Und er reagierte. Im Stile eines Champions wehrte der 27-jährige Niederösterreicher zu Beginn des dritten Satzes zwei Breakbälle ab und drehte das Match. Während Kyrgios langsam die Kräfte verließen, spulte „Domi“ sein Pensum wie ein Uhrwerk ab.

Thiem behält kühlen Kopf im aufgeheizten Rund

In der Folge verstrickte sich der Publikumsliebling aus Canberra zunehmend in Diskussionen mit Stuhlschiedsrichter Damien Dumusois. Ohne positiven Ertrag! Thiem hatte nun seinen Rhythmus gefunden. Nach einem Break im vierten Satz nahm er Kyrgios auch im Finaldurchgang einmal den Aufschlag ab.

Damit war der Widerstand des sensationell aufgelegten Aussies gebrochen. Thiem servierte aus und wird froh sein, dass er noch im Titelrennen ist. Im Achtelfinale wartet mit Grigor Dimitrov der nächste Prüfstein auf den Mitfavoriten.

News direkt per Push auf dein Handy? Dann lade jetzt die myTennis App auf dein Smartphone! Für iOS und für Android.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Tennis-Point (@tennis_point_official)

(Bild © imago images / AAP)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Björn Walter
am 12.02.2021 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

» Zu den Beiträgen von Björn Walter