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Klassenunterschied! Naomi lässt Serena keine Chance

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18.02.2021|05:40 Uhr|von Dennis Ebbecke
Klassenunterschied! Naomi lässt Serena keine Chance

Eine Gala-Vorstellung der besonderen Art! Naomi Osaka hat der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams eine Lehrstunde erteilt und die Machtverhältnisse im Damen-Tennis auf beeindruckende Weise klargestellt. Im ersten Halbfinale der Australian Open 2021 ließ die Japanerin ihrer Gegnerin keine Chance und machte mit 6:3, 6:4 den Sprung ins Endspiel in nur 1:15 Stunden vor Zuschauern in der Rod Laver Arena perfekt.

Vor dem Match wurden natürlich Erinnerungen wach - und zwar an das skandalöse US-Open-Finale 2018, als sich die US-Amerikanerin mit dem Schiedsrichter anlegte und die spätere Siegerin Osaka ihren ersten Major-Titel unter dem Eindruck der vorherigen Ereignisse auf dem Platz kaum genießen konnte. Bereits damals war jedem klar: Es wird nicht der letzte Grand-Slam-Erfolg der jungen Japanerin gewesen sein.

Seit diesem historischen Finale ist viel passiert. Osaka gewann zwei weitere Grand Slams (Australian Open 2019, US Open 2020), während Williams nach wie vor darum kämpft, mit Margaret Court (24 Major-Titel) gleichzuziehen. In Melbourne wird es der 39-Jährigen in diesem Jahr nicht gelingen, weil ihre Halbfinal-Kontrahentin nach schwierigem Start über sich hinauswuchs.

Erster Satz: Osaka gewinnt nach schwierigem Start fünf Spiele in Folge

Osaka brauchte am frühen Donnerstagmorgen (deutsche Zeit) zwei, drei Spiele, um ins Match zu finden. Zu Beginn war ihr durchaus anzumerken, dass ein Aufeinandertreffen mit Serena kein Match wie jedes andere ist. Die US-Amerikanerin nutzte die Findungsphase Osakas und ging schnell mit 2:0 in Führung.

Und dann das! Die 23-Jährige holte fünf Spiele in Folge - mit einer Dominanz, mit der in dieser Intension offensichtlich auch ihre erfahrene Kontrahentin nicht gerechnet hatte. Beide hatten vor diesem Halbfinale jeweils nur einen Satz abgegeben (Williams gegen Sabalenka, Osaka gegen Muguruza). Trotz des starken Jahresauftakts der siebenmaligen Australian-Open-Siegerin war sie sich darüber im Klaren, dass sie sich nach ihrem Traum-Match gegen Simona Halep noch einmal steigern muss, um Osaka zu gefährden.

Das Problem: Die junge Spielerin auf der anderen Seite des Netzes ließ es dazu gar nicht erst kommen. Naomi spielte so schnell und nahm die Bälle so früh, dass Williams kaum Möglichkeiten hatte, das Spiel der amtierenden US-Open-Siegerin zu brechen.

Kurzes Aufbäumen von Serena reicht nicht aus

Doch wer Serena kennt, weiß, dass sie wie aus dem Nichts zurückkommen kann. Nach frühem Break im zweiten Satz deutete vieles auf einen Durchmarsch Osakas hin - bis zum achten Spiel, das die Japanerin in dieser Phase überraschend verlor. Ihr achter Doppelfehler diente als Beleg, dass sie viel riskierte. Vielleicht einen Tick zu viel?

Nein, denn es war ein Teil ihres Matchplans, Serena dauerhaft zu beschäftigen - und dieser Plan sollte aufgehen. Direkt im darauffolgenden Spiel nahm sie der Tennis-Legende den Service zu Null ab und zog letztlich sehr souverän ins Finale ein. Auf dem Weg zu ihrem zweiten Melbourne-Titel wird Osaka auf Karolina Muchova oder Jennifer Brady treffen.

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(Bild © IMAGO / AAP)

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Dennis Ebbecke
am 18.02.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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