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Seriensieger Rublev räumt weiter auf der ATP Tour ab

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07.03.2021|17:30 Uhr|von Christian Schwell
Seriensieger Rublev räumt weiter auf der ATP Tour ab

Der 23-jährige Russe Andrey Rublev hat seinen Ruf als Seriensieger in Endspielen auf der ATP Tour bestätigt. Mit einem 7:6(4), 6:4 über Marton Fucsovics (ATP 59) holte sich die Nummer acht der Weltrangliste nach fünf Titeln im Jahr 2020 ihren ersten Turniersieg im laufenden Kalenderjahr und siegte im Finale von Rotterdam.


Vorteil Rublev im Top-10-Vergleich

Turnierdirektor Richard Krajicek hat für die 2021er-Ausgabe seiner Traditionsveranstaltung ein Teilnehmerfeld anwerben können, das weit über dem üblichen Standard von Turnieren der 500er-Kategorie anzusiedeln war. Die Befriedigung des Wimbledonsiegers von 1996 darüber wird aber schnell einer gewissen Ernüchterung gewichen sein, denn nachdem sich sein absolutes Zugpferd Rafael Nadal schon vor Turnierbeginn weiter an Rückenproblemen laborierend abgemeldet hatte, verabschiedeten sich auch die Top-10-Akteure Daniil Medvedev und Alexander Zverev Melbourne-müde schon in Runde eins.

Mit Andrey Rublev, der in Person von Stefanos Tsitsipas im Halbfinale einen weiteren Topspieler vorzeitig nach Hause geschickt hatte, kam aber immerhin die Nummer vier der Setzliste bis ins Endspiel durch. Und dies absolut nicht überraschend, denn mehr noch als auf Grand-Slam-Ebene, wo der junge Russe bisher nicht über die Viertelfinal-Runden hinausgekommen ist, sorgt Rublev bei den ATP-Turnieren auch an Final-Wochenenden mittlerweile regelmäßig für Furore.


Fucsovics hält Rublevs Druck einem Satz lang stand

Weniger erwartbar war da schon die Finalteilnahme seines Gegners Marton Fucsovics. Der 29-jährige Ungar stand zuvor trotz seiner langjährigeren Profi-Erfahrung im Gegensatz zu Rublev erst zweimal in ATP-Endspielen, hatte sich aber in Rotterdam nach einer erfolgreichen Qualifikation und einer schwierigen ersten Runde, in der er sich in drei Tiebreaks gegen den Amerikaner Reilly Opelka durchsetzen konnte, das sich durch diverse Favoritenstürze öffnende Draw zunutze gemacht.

Durch einen dramatischen Fünfsatzerfolg bei den Australian Open über Stan Wawrinka hatte Fucsovics zudem erst kürzlich gezeigt, dass seine Angst vor großen Namen begrenzt ist. Und auch heute behielt der Außenseiter zunächst im ersten Durchgang des Finales in kritischen Situationen beständig einen kühlen Kopf und brachte seine umkämpften Aufschlagspiele letztlich durch.

Auch einen Satzball Rublevs beim Stand von 5:6 überstand Fucsovics, der das Grundlinien-Trommelfeuer seines Gegners immer wieder durch den taktischen Einsatz des Rückhandslice zu verlangsamen versuchte, erfolgreich, sodass der Eröffnungsdurchgang zurecht in den Tiebreak ging. Erst hier konnte sich der Favorit Rublev nach einem zwischenzeitlichen 3–3 auch unter unfreiwilliger Mithilfe eines in dieser ganz entscheidenden Phase zu fehlerhaften Fucsovics absetzen und sich den Satz mit einem 7:4 sichern.    

Im zweiten Satz läuft der Ungar dem frühen Break hinterher

Der Satzerfolg schien den Russen dann zu beflügeln. Rublev flog in kürzester Zeit zu einer 2:0-Führung in Durchgang zwei, tauchte dabei auch immer wieder erfolgreich am Netz auf.

Sieben Finalsiege in Folge für Rublev

Fucsovics konnte den Lauf seines Kontrahenten anschließend stoppen und seine eigenen Aufschlagspiele wieder erfolgreich abschließen, lief jetzt aber gleichwohl dem früh eingefangenen Break hinterher. Der Rückstand sollte sich für Satz- und Match-Ausgang als entscheidend erweisen: Wie auch zuvor gelang es der Nummer 59 der Welt nicht mehr, Rublev den Aufschlag abzunehmen. Stattdessen konnte der nach einer Stunde und 53 Minuten Spielzeit den achten Turniersieg seiner Karriere feiern.

Spielt sich Rublev erst mal in ein Finale durch, scheint er im Moment praktisch unschlagbar zu sein: Seit er 2019 im Finale von Hamburg unterlag, hat er jetzt sieben Endspiele in Folge für sich entscheiden können.         

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(Bild © IMAGO/ MB Media Solutions / Henk Koster)

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Christian Schwell
am 07.03.2021 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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